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Volksschule

Nur 7 von 231 Schülern haben Deutsch als Muttersprache

Nur 7 von 231 Schülern haben Deutsch als Muttersprache
(FOTO: iStock/Ridofranz)
2 Min. Lesezeit |

In einer Volksschule im Wiener Bezirk Favoriten sieht sich das Lehrpersonal mit enormen Herausforderungen konfrontiert. Schulleiterin Susanne Heinrich betreut dort 231 Schüler, von denen nur sieben Deutsch als Muttersprache sprechen.

Sprachbarrieren und Bildungslücken

An vielen Wiener Schulen sind Sprachprobleme keine Seltenheit. Laut der Bildungsdirektion nahmen im vergangenen Jahr 1.300 außerordentliche Schüler an Deutschkursen teil. „Die Situation ist schwierig,“ erklärt Heinrich. „Wir haben Schüler, die im Ausland noch nie an einer Schule gewesen sind. Nicht alphabetisiert. Wegen ihres Geburtsjahres kommen sie in die 3. Klasse.“

Deutschfördermaßnahmen

Die betroffenen Schüler besuchen wöchentlich 15 Stunden eine Deutschförderklasse. Ansonsten nehmen sie am regulären Unterricht teil und dürfen erst dann benotet werden, wenn sie die Deutschprüfung bestanden haben. Dies führt dazu, dass in den vierten Klassen 12- oder 13-jährige Schüler zu finden sind.

Frühkindliche Bildung und Sprachkompetenz

Ein weiteres Problem betrifft Kinder, die in Wien in Kindergärten betreut wurden, in denen nicht Deutsch, sondern die Muttersprache der Eltern gesprochen wurde. Dies beeinträchtigt ihre Sprachkompetenz erheblich.

Religiöse Vielfalt und Unterricht

Die religiöse Vielfalt der Schülerschaft spiegelt sich auch im Angebot des Religionsunterrichts wider. Vor drei Jahren wurde der römisch-katholische Religionsunterricht letztmals angeboten. Inzwischen gibt es eine Stunde orthodoxen Unterricht sowie Islam-Unterricht im Umfang von 18 Wochenstunden.

Integration und Unterstützung

Trotz der teils schwierigen Umstände setzt sich das Lehrpersonal intensiv für das Wohl der Schüler ein. „Wir kümmern uns gerne und von Herzen um jedes Kind, und das wird von den Kindern auch geschätzt,“ sagt Heinrich. Dennoch macht sie auf den akuten Bedarf an zusätzlicher Unterstützung aufmerksam. Dringend benötigt würden Streetworker und Betreuungslehrer, da die Klassengrößen durch den Familiennachzug inzwischen auf 28 Schüler angewachsen sind.

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Vorbereitungsjahr als Lösung

Heinrich schlägt ein Vorbereitungsjahr für die Schule vor, um die Kinder besser auf den regulären Unterricht vorzubereiten und die Lehrer zu entlasten. Dies könnte eine wirksame Maßnahme sein, um den Bildungs- und Integrationsprozess zu verbessern.

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KO KOSMO-Redaktion
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