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Transparenzbericht

Österreich kämpft weiter gegen Korruption – trotz leichter Verbesserung!

Österreich kämpft weiter gegen Korruption – trotz leichter Verbesserung!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Mit 69 von 100 Punkten klettert Österreich im globalen Korruptionsranking auf Platz 21. Der leichte Aufwärtstrend kann jedoch nicht über strukturelle Probleme hinwegtäuschen.

Österreich verbessert sich

Die wahrgenommene Korruption in Österreich ist 2025 etwas zurückgegangen. Im aktuellen Ranking von Transparency International (TI) erreicht die Alpenrepublik 69 von 100 möglichen Punkten und klettert damit auf den 21. Platz weltweit. Im Vorjahr lag Österreich mit 67 Punkten noch auf Rang 25. Unangefochten an der Spitze steht seit acht Jahren Dänemark mit 89 Punkten, gefolgt von Finnland, Singapur, Hongkong und Norwegen, die alle über 80 Punkte erzielten.

Die Top 10 werden durch Schweden, die Schweiz, Luxemburg, die Niederlande und Deutschland komplettiert. Im EU-Vergleich positioniert sich Österreich im ersten Drittel auf dem neunten Platz. Das EU-Schlusslicht bildet erneut Ungarn mit nur 40 Punkten, was international Platz 88 bedeutet. Unter den insgesamt 182 bewerteten Staaten teilen sich Somalia und der Südsudan die letzte Position.

Positive Entwicklungen

Für die leichte Verbesserung Österreichs waren laut Bettina Knötzl, Vorstandsvorsitzende von TI-Austria, mehrere Entwicklungen verantwortlich. Als besonders wichtig gilt die Abschaffung des Amtsgeheimnisses und die Einführung des Informationsfreiheitsgesetzes – dessen Wirksamkeit allerdings davon abhängen werde, wie proaktiv staatliche Informationen veröffentlicht und zugänglich gemacht werden. Positiv zu Buche schlugen zudem die sichtbare Verfolgung korrupter Praktiken, ein verbesserter Schutz für Whistleblower sowie politische Initiativen zur Etablierung einer weisungsfreien Führung der Staatsanwaltschaften.

Nach Ansicht von TI-Austria müssen all diese Bereiche weiter gestärkt werden. Trotz der Verbesserung gibt Knötzl keine Entwarnung. Zwar handle es sich um „ein positives Signal“, doch Korruption bleibe in Österreich ein „strukturelles Problem, das wirtschaftliche Entwicklung bremst und Vertrauen in staatliche Institutionen untergräbt.“

Langfristiger Trend

Seit 2019 hat Österreich acht Punkte und neun Plätze im Ranking eingebüßt und zählt daher weiterhin zu den „Absteigern“. Ein ähnlicher Negativtrend zeigt sich in der gesamten Region: Während der Durchschnittswert der 27 EU-Mitgliedsstaaten und vier weiterer westeuropäischer Länder jahrelang bei 66 Punkten lag, stagniert er seit 2024 bei nur noch 64 Punkten.

Zur Korruptionsbekämpfung fordert TI-Austria Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen. Sowohl verstärkte Schulungen für politische Akteure als auch mehr ethische Bildung an Schulen sollen das Bewusstsein schärfen. Besonders in der aktuellen Phase „wachsender politischer Polarisierung, geopolitischer Spannungen und zunehmender demokratischer Belastungen“ seien robuste Institutionen und hohe Integritätsstandards von entscheidender Bedeutung.

Der jährlich veröffentlichte Korruptionsindex bewertet die Wahrnehmung von Korruption im öffentlichen Sektor durch Expertinnen und Experten sowie Geschäftsleute in mehr als 180 Ländern. Als Datengrundlage dienen zwölf Institutionen, darunter die Bertelsmann Stiftung und das Weltwirtschaftsforum.

Der Index, der die vergangenen zwei Jahre berücksichtigt, erfasst verschiedene Korruptionsformen wie Bestechung, Veruntreuung öffentlicher Gelder oder Vetternwirtschaft im Staatsdienst. Auch Präventionsmaßnahmen fließen in die Bewertung ein.

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KO KOSMO-Redaktion
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