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KRYPTO REGULIERUNG 2023

Österreichische Krypto-Regulierung: Was müssen Anleger beim Kauf beachten?

Österreichische Krypto-Regulierung, Bitcoin

Quelle: https://unsplash.com/photos/ow-rGjlqJkM

Die Regulierung von Kryptowährungen ist in vielen Ländern noch immer ein heikles Thema, welches sich in den letzten Monaten immer weiter zuspitzt. Auch hierzulande bleibt es nicht unbehandelt, so fragen sich gerade Neuankömmlinge in der Krypto-Szene, ob es eigentlich eine gewisse Einigkeit zu diesem Thema gibt?

In Österreich ist die Regulierung von Kryptowährungen nämlich vielen noch recht unklar. Es gibt zwar bereits einige Richtlinien, aber gerade im steuerrechtlichen Bereich gab es zuletzt Nachholbedarf. Hier kam es in diesem Jahr erst zu einer einschneidenden Gesetzesänderung, welche bei einigen Investoren für Aufruhr gesorgt hat.

Kryptowährungen sind also ein heißes Thema und in Zukunft wird sich gerade im EU Sektor noch einiges ändern. Ab 2023 wird es ein neues MiCA Regelwerk auf europäischer Ebene geben, das den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen in der gesamten Union einheitlich regeln wird. In diesem Artikel widmen wir uns genau den oben genannten Themen und werden beleuchten, welche steuerlichen Aspekte es zu beachten gilt und welches Regelwerk die Regierungen mit MiCA beschlossen haben. Des Weiteren geben wir die momentanen Möglichkeiten zum Kauf von Kryptowährungen für Anleger preis.

Welche Möglichkeiten des Kaufs von Kryptowährungen bestehen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Kryptowährungen in Österreich zu kaufen. Die einfachste und gebräuchlichste Methode ist der Kauf über eine Börse. Kryptowährungsbörsen sind Online-Plattformen, auf denen Anleger Kryptowährungen gegen andere Kryptowährungen oder gegen Fiatwährungen wie US-Dollar oder Euro handeln können.

Einige der beliebtesten Kryptowährungsbörsen sind Coinbase, Kraken und Bitpanda. Es gibt jedoch viele weitere Börsen, die Anlegern zur Verfügung stehen. Bevor man jedoch mit dem Handel beginnt, muss man sich zunächst registrieren und ein Konto eröffnen. Dieser Prozess kann einige Zeit in Anspruch nehmen, da Börsen dazu verpflichtet sind, die Identität ihrer Kunden zu überprüfen, bevor sie ein Konto eröffnen.

In der Regel stehen die folgenden Möglichkeiten zur Verfügung, um Geld einzuzahlen, das für den Kauf von Bitcoin & Co zur Verfügung steht:

  • Kredit- und Debitkarte
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschriftverfahren

Der Kauf funktioniert heutzutage je nach Zahlungsmethode innerhalb von wenigen Sekunden. Wer in Echtzeit sein Konto aufladen möchte, der sollte Bitcoin mit Paypal kaufen. Natürlich ist auch der Kauf anderer Kryptowährungen auf diese Weise möglich und PayPal selbst arbeitet auch daran, Krypto-Geschäfte verstärkt in die eigene Plattform einzubinden.

Beim Handel mit Kryptowährungen gegen traditionelle Währungen ist es wichtig zu beachten, dass die Preise sehr volatil sein können. Dies bedeutet, dass der Preis in kurzer Zeit enorm steigen oder fallen kann. Daher sollten Anleger vorsichtig sein, wenn sie Kryptowährungen mit Fiatwährungen handeln und nur so viel Geld investieren, wie sie bereit sind zu verlieren.

Alternativ können Anleger auch an Kurant Automaten in Österreich Kryptos kaufen. Diese Geräte funktionieren ähnlich wie herkömmliche Geldautomaten, mit dem Unterschied, dass sie Kryptos statt Bargeld ausgeben. Um an einem Kurant zu kaufen, muss man zuerst ein Wallet erstellen. Ein Wallet ist eine Art elektronischer Geldbeutel, indem man seine Kryptos aufbewahren kann.

Nachdem man eine Wallet erstellt hat, kann man dann an einem Kurant Automaten beispielsweise den Bitcoin gegen Bargeld kaufen. Um die Sicherheit braucht sich hier niemanden Gedanken machen, Kurant gilt mit über 220 Automaten in Deutschland, Österreich, Griechenland und Spanien als europäischer Marktführer in diesem Bereich.

Welche steuerlichen Regelungen gelten für Kryptowährungen in Österreich?

Ab dem 01. März 2022 gelten durch die ökosoziale Steuerreform neue Regeln für die Besteuerung von Kryptowährungen. Realisierte Gewinne aus digitalen Vermögenswerten werden fortan mit der Kapitalertragsteuer endbesteuert und nicht mehr über den progressiven Einkommensteuertarif abgegolten. Diese Neuerung bedeutet, dass Kryptowährungen künftig mit 27,5 % genauso wie Aktien versteuert werden müssen – egal, wie lang sie gehalten werden. Damit entfällt die Steuerfreiheit nach einem Jahr komplett.

Für die Gesetzesänderung wurde als Stichtag der 28.02.2021 notiert! Alle Kryptowährungen, die nach dem 28.02.2021 gekauft wurden, gelten als Neubestand. Sofern Investoren den Bitcoin und Co. vor diesem Datum gekauft haben, gelten diese künftig als Altbestand. Hinzu kommt noch, dass ab dem 01.03.2022 die Tauschvorgänge zwischen Kryptowährungen nicht mehr steuerpflichtig sind. Dies bedeutet, dass der Austausch von Bitcoin in einen Stablecoin beispielsweise keine steuerlichen Folgen hat.

Neues MiCA Regelwerk ab 2023 auf europäischer Ebene

Nach jüngsten Verwerfungen und Kursverlusten auf den Kryptowährungsmärkten wie bei Bitcoin und TerraUSD, hat sich die EU als erste große Wirtschaftsregion dazu entschieden, eine Regulierung von Cyberdevisen in die Wege zu leiten. Bisher waren diese weitestgehend unreguliert, was den Druck auf Regierungen und Parlamentarier erhöht hat, nun stärker gegenzusteuern.

Mit „Markets in Crypto Assets“ (MiCA) haben sich die Vertreter des EU-Parlaments und der EU-Länder auf ein Regelwerk geeinigt, welches Ende 2023 in Kraft treten soll. Durch MiCA wird mehr Klarheit und Sicherheit für Investoren geschaffen, sodass sich die Krypto-Branche weiterhin positiv entwickeln kann.

Das wird MiCA verändern

Krypto-Dienstleister werden in Zukunft von zuständigen nationalen Behörden überwacht und müssen sich eine Lizenz der EU beschaffen. Dabei genügt eine Lizenz aus einem Mitgliedsstaat, um im gesamten europäischen Raum legal operieren zu können. Darüber hinaus ist für neue Projekte unbedingt ein „Whitepaper“ erforderlich, das Aufschluss über den technischen Verlauf gibt.

Auch geht aus MiCa hervor, dass Anbieter von Stablecoins künftig in der EU verpflichtet sind, Rücklagen zu bilden. Zusätzlich werden jetzt auch algorithmische Stablecoins von MiCA erfasst.

Es gibt eine Debatte darüber, ob es Transaktionsobergrenzen geben sollte, die möglicherweise ein Verbot für Stablecoin-Giganten wie USDT bedeuten würden. Allerdings gelten diese Obergrenzen nur für sogenannte Zahlungszwecke. In der Praxis verwenden zwar bereits einige Menschen Stablecoins als aktives Zahlungsmittel, jedoch erreichen die genannten Schwellenwerte kaum einen Coin.

Fazit – ist die Regulierung sinnvoll?

Die Regulierung von Kryptowährungen ist ein komplexes und umstrittenes Thema. Während einige behaupten, dass eine Regulierung notwendig ist, um das Wachstum der Krypto-Branche zu fördern, sind andere der Ansicht, dass sie das Wachstum behindern wird. Im europäischen Raum soll ab Ende 2023 das MiCA-Regelwerk in Kraft treten, welches eine einheitliche Regulierung von Cyberdevisen vorsieht, hier wird sogar debattiert, ob es zukünftig eine Transaktionsobergrenze geben wird. Dieses wäre höchstwahrscheinlich das Ende der Stablecoins.

Für Anleger sind aber in erster Linie die steuerlichen Aspekte von Bedeutung, mit der am 01. März 2022 beschlossenen Regelung durch die ökosoziale Steuerreform gelten neue steuerliche Beschaffenheiten. Hier unterliegen Kryptowährungen zukünftig genauso wie Aktien dem Steuersatz von 27,5 Prozent. Des Weiteren entfällt die Steuerfreiheit nach einem Jahr komplett.

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