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GROSSES FEST

Orthodoxe Christen feiern Djurdjevdan: Das sind die Bräuche

Orthodoxe Christen feiern Djurdjevdan: Das sind die Bräuche
(FOTO: iStock, zVg.)
2 Min. Lesezeit |

Mit der Ankunft des Frühlings begeht die serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde einen der bedeutendsten Feiertage: Djurdjevdan, den Tag des heiligen Großmärtyrers Georg. Dieser Tag, der jährlich am 6. Mai gefeiert wird und dem 23. April des alten julianischen Kalenders entspricht, gedenkt einem der neun Großmärtyrer, die in den frühesten Tagen der christlichen Geschichte ihr Leben für ihren Glauben gaben.

Bereits im 19. Jahrhundert wurde der heilige Georg als eine Figur mit einem bemerkenswerten und lebendigen Kult unter den Serben beschrieben. Ihm werden zahlreiche Tugenden zugeschrieben – er gilt als Befreier der Gefangenen, Beschützer der Armen, Heiler der Kranken, Kämpfer gegen Kaiser, Sieger und als Großmärtyrer. Nach der Überlieferung wird ihm sogar die Gründung des serbischen Nemanjic-Reiches zugeschrieben. Mit vorchristlichen Mythologien und dem slawischen Fruchtbarkeitsgott Jarilo verwoben, symbolisiert Đurđevdan auch Gesundheit, Eheschließungen, Fruchtbarkeit des Viehs und gute Ernten.

Fest der Natur & des Lebens

Djurdjevdan markiert in der Volksüberlieferung die Schwelle zwischen Winter und Sommer. Der Tag ist reich an Bräuchen, die je nach Region variieren, jedoch eint sie alle der „Djurdjevdanski uranak“, die Morgenfeier am Djurdjevdan. Zu den Ritualen gehören das Flechten von Kränzen aus frischen Kräutern, das Waschen mit diesen Kräutern und das Baden in Flüssen. In vielen Landstrichen werden zudem am Vorabend oder in den frühen Morgenstunden des Djurdjevdan Zweige abgeschnitten und an Türen, Fenstern sowie Toren der Häuser befestigt, um Gesundheit, Fruchtbarkeit und Wohlstand für das kommende Jahr zu sichern.

Zu den Traditionen gehört auch ein gemeinsames Essen und Trinken an einem sorgfältig ausgewählten Ort in der Natur, wo typischerweise ein Lamm über dem Feuer gegrillt wird. Gesang, Tanz und Fröhlichkeit dauern oft bis in den Mittag an. Djurdjevdan hat auch seine Bedeutung in der ländlichen Überlieferung als „Tag der Versammlung der Hajduken“, einer Art Rebellen, die sich gegen die osmanischen Eroberer formierten.

Schutzbräuche

Trotz seiner christlichen Konnotationen finden sich immer noch Bräuche, die an Rituale erinnern, wie das rituelle Opfern eines Lamms zu Ehren des heiligen Georgs. Früher glaubte man, dass das vergossene Blut und das anschließende Waschen mit unberührtem Quellwasser Schutz vor Flüchen und Übel bieten würde. Und auch heute noch finden rituelle Reinigungen statt, um Unglück abzuwenden, das sich möglicherweise in den vergangenen fünf Monaten angesammelt hat.

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KO KOSMO-Redaktion
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