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INTERVIEW

Parni Valjak: „Unsere Geschichte ist noch nicht zu Ende“

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Nach 43 Jahren Bühnenjahren arbeiten Parni Valjak noch immer unermüdlich und treten immer wieder auf. KOSMO hat sie bei ihrem jüngsten Konzert in Wien getroffen. (FOTO: IdeaHouse)

Welche international bekannten Rockstars und Gruppen waren ihre größten Vorbilder?
Das sind zu viele Bands, als dass ich da jemanden besonders herausgreifen könnte. Aber die Stones waren irgendwie immer ein Vorbild, nicht nur musikalisch, sondern in ihrem ganzen Verständnis der Arbeit, die wir machen.

Welche Lieder haben für Sie besonderen sentimentalen Wert?
Dieses kleine Geheimnis möchte ich für mich behalten. (lacht)

Gibt es irgendein Lied, das Sie nie wieder live spielen würden?
Das ist schwer zu sagen. Wir nehmen oft irgendein Lied auf die Setlist, das wir lange nicht gespielt haben. Daher kann ich von keinem Lied sagen, dass wir es sicher nicht mehr spielen werden.

Auf welchen Erfolg Ihrer Karriere sind sie besonders stolz? Gibt es vielleicht auch versäumte Gelegenheiten, die Sie bereuen?
Da kann ich nichts Besonderes nennen. Ich bin stolz, dass Parni Valjak bald 44 Jahre besteht, und ich bin stolz auf unser Publikum, das uns all die Jahre treu geblieben ist.

SCHON GEWUSST?:

– In den vier Jahrzehnten ihres Bestehens hatten Valjak 24 Bandmitglieder, darunter acht Gitarristen, fünf Bassgitarristen, sechs Schlagzeuger, drei Keyboarder, einen Background-Sänger und einen Frontmann.
– Parni Valjak hat acht Studioalben, fünf Live-Alben, acht Kompilationen, sechs Videos und 22 Singles herausgebracht.
– Die Band hat während ihres Bestehens zahlreiche Preise gewonnen, unter anderem:
– 1995 Album des Jahres („Buđenje“) und Lied des Jahres („Sve još miriše na nju“), 1996 Album des Jahres („Bez struje – live in ZeKaeM“), 1998 beste Interpretation einer Gruppe mit Gesang („Samo snovi teku uzvodno“), 1998 bestes Arrangement, 2002 beste Interpretation einer Gruppe mit Gesang („Kao nekada: Live at S.C.“), 2006 beste Interpretation einer Gruppe mit Gesang (Lied „Prazno tijelo“).


Von 2006 bis 2009 hatten Sie eine Arbeitspause. Warum haben Sie sich von der Bühne zurückgezogen und was hat sie motiviert, wieder zusammenzukommen?
Das ist eine oft erzählte Geschichte. Es gibt den Moment, in dem du spürst, dass es Zeit ist zu gehen. Das ist auch uns passiert. Aber dann gibt es auch den Moment, in dem du begreifst, dass das nicht das Ende sein kann. Dass du die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt hast.

Planen Sie nach dem sehr erfolgreichen Konzert in Wien weitere Konzerte oder war das der Abschied?
Ich wüsste nicht, warum das ein Abschiedskonzert gewesen sein sollte. Nächstes Jahr gehen wir auf eine große Hallentournee, von Abschied kann keine Rede sein.

Gibt es noch etwas, das Sie als Band erreichen / erleben möchten?
Natürlich. Wir verschieben die Grenzen immer weiter, sowohl in der Produktion als auch in anderer Weise. Wir wollen uns nicht wiederholen und langweilig werden. Solange das so ist, wird es Parni Valjak weiter geben.

Was würden Sie tun, wenn Ihnen die Ärzte sagen würden, dass Sie nach einem Schlaganfall nicht mehr auftreten könnten?
Ich würde trotzdem auftreten und schauen, wie das geht. (lacht) Über vierzig Jahre bin ich in diesem Geschäft und das ist mein Leben. Außer Parni Valjak und meiner Familie gibt es für mich nichts und ich könnte mich kaum damit abfinden, nicht mehr auftreten zu können. Aber Gott-sei-Dank ist es nicht so und wir machen weiter.