Canterbury ist in Alarmbereitschaft: Ein Meningokokken-Ausbruch fordert Todesopfer – und trifft vor allem junge Menschen.
In der englischen Stadt Canterbury, der Grafschaft Kent, hat sich in der vergangenen Woche ein besorgniserregender Ausbruch von Meningokokken-Erkrankungen ereignet. Die UK Health Security Agency wurde von 13 Fällen invasiver Meningokokken-Erkrankungen in der Canterbury-Region zwischen dem 13. und 15. März Kenntnis gegeben. Betroffen sind mehrere Schüler sowie Studierende der Universität Kent – zwei junge Menschen sind bereits an den Folgen einer Hirnhautentzündung gestorben: ein Student der University of Kent und ein Year-13-Schüler der Queen Elizabeth’s Grammar School in Faversham.
Weitere Erkrankte befinden sich derzeit in stationärer Behandlung. Die zuständigen Gesundheitsbehörden haben rasch reagiert und Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs eingeleitet. Tausende Personen müssen sich nun einem Meningitis-Test unterziehen.
Laut einem Bericht der „Bild“ zählt dieser Ausbruch zu den gravierendsten Meningokokken-Ereignissen der vergangenen Jahre in Großbritannien.
Übertragung & Symptome
Meningokokken-Erkrankungen werden durch Bakterien ausgelöst und übertragen sich über Tröpfcheninfektionen – etwa beim Niesen, Husten, Küssen oder durch das gemeinsame Benutzen von Trinkgefäßen. Zu den typischen Krankheitszeichen zählen Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Fieber und Schwindel.
In schweren Verläufen kann es zu einer Hirnhautentzündung oder einer Blutvergiftung kommen. In Österreich wird die Meningokokken-Impfung ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat für alle Kinder und Jugendlichen empfohlen.
Bleibt eine Meningitis unbehandelt, endet sie in nahezu der Hälfte aller Fälle tödlich.