Mehr Geld für arbeitende Pensionisten und steuerfreie Feiertagsarbeit – das neue Reformpaket verspricht spürbare Entlastungen für Österreichs Erwerbstätige.
Der steuerfreie Freibetrag für Pensionisten mit Nebeneinkommen wird künftig auf 15.000 Euro jährlich angehoben. Diese Regelung gilt sowohl für Zuverdiener während des Pensionsbezugs als auch für Personen, die über das Pensionsantrittsalter hinaus beruflich aktiv bleiben. Die Reform bringt zudem eine Befreiung von den Pensionsversicherungsbeiträgen für alle Erwerbstätigen im Regelpensionsalter – unabhängig davon, ob sie bereits eine Pension beziehen. Diese Entlastung kommt Arbeitnehmern ebenso zugute wie selbständig Tätigen.
Die Steuerbefreiung für Überstunden bleibt bis Ende 2026 bestehen. Konkret bleiben die ersten 15 Überstunden pro Monat bis zu einem Betrag von 170 Euro steuerfrei. Neu hinzu kommt eine Steuerbegünstigung für Feiertagsarbeit, die monatliche Zahlungen bis zu 400 Euro steuerfrei stellt. Diese Maßnahmen verfolgen mehrere Ziele: Sie sollen den Nettoverdienst erhöhen und gleichzeitig für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber klare rechtliche Rahmenbedingungen schaffen.
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Betriebliche Altersvorsorge
Mit der Reform wird auch die betriebliche Altersvorsorge neu gestaltet. Ab 2027 erhalten Arbeitnehmer die Möglichkeit, ihre Abfertigung NEU ohne Kosten in eine Pensionskasse zu transferieren, wodurch sie eine zusätzliche lebenslange Pension aufbauen können. Die Regierung strebt an, mehr Menschen über 60 Jahre im Erwerbsleben zu halten – durch präventive Maßnahmen, altersgerechte Arbeitsplatzgestaltung sowie ein erweitertes Monitoring- und Anreizsystem.
Das Monitoring wird ab Sommer 2026 ausgebaut, um die Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmer systematisch zu erfassen. Ab 2027 folgen gezielte Unterstützungsangebote für Unternehmen, die darauf abzielen, Mitarbeiter länger gesund und qualifiziert im Berufsleben zu halten. Für diese arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen werden ab 2027 jährlich zusätzliche Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro bereitgestellt.
Leistungsgerechtigkeit fördern
Bundeskanzler Christian Stocker sieht in dem Reformpaket einen wichtigen Schritt: „Wir schaffen mehr Leistungsgerechtigkeit für die Österreicherinnen und Österreicher und setzen gleichzeitig einen wichtigen Impuls für den Aufschwung unseres Landes. Der Zuverdienst in der Pension und der Aufschub der Pension werden massiv entlastet und für alle Erwerbstätigen im Regelpensionsalter werden die Dienstnehmerbeiträge zur Pensionsversicherung gestrichen.
Das ist ein Maßnahmenpaket, das die unzähligen fleißigen Menschen in unserem Land ins Zentrum stellt und klar macht: Leistung lohnt sich.“