Das neue Pfandsystem in Wien sorgt für Verwirrung. Trotz Infoplakaten in Billa, Hofer und Penny bleiben viele Tarife unklar. SPAR bietet die umfangreichste Übersicht.
Am Keplerplatz in Wien-Favoriten zeigt sich, dass viele Menschen die Regelungen des neuen Pfandsystems nicht genau kennen. Eine Anwohnerin, Branka, bringt es auf den Punkt: „Ich kenne mich da null aus.“ Um mehr Klarheit zu schaffen, haben Billa-, Hofer- und Penny-Filialen in Wien große Plakate neben den Pfandautomaten angebracht, die das System erklären sollen.
Trotz dieser Bemühungen bleibt die Vielfalt der Tarife beeindruckend. SPAR bietet die umfassendste Übersicht mit 27 verschiedenen Kategorien. Der höchste Pfandbetrag wird für ein Bierfass mit einem Volumen von 50 oder 25 Litern gezahlt, das mit 36 Euro vergütet wird. Alle Pfandflaschen und Dosen sind rückgabefähig, vorausgesetzt, sie tragen das Pfand-Logo und das Etikett ist lesbar. Zudem dürfen die Behältnisse nicht beschädigt sein. Besonders detailliert ist SPARs Auflistung für Biergefäße, die in acht Kategorien unterteilt sind, sowie für Bügelflaschen, die in sechs Kategorien fallen.
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Hofer und Billa
Die Liste bei Hofer umfasst 18 Kategorien und ist damit etwas kürzer. Auf den Plakaten wird zudem eindringlich gewarnt: „Jeder Betrugsversuch wird ausnahmslos zur Anzeige gebracht.“ Billa hingegen bietet die kürzeste Liste mit nur 11 Kategorien. Von der Pfandpflicht ausgenommen sind Getränkekartons, Sirupe, Flaschen aus Metall mit Kunststoffverschlüssen, Milchprodukte, Flaschen für Beikost und medizinische Flüssigkeiten.
Allerdings gilt die Pfandpflicht für Milchflaschen und Joghurtdosen, wenn oberhalb des Barcodes das Pfandsymbol zu sehen ist.