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Plagiatsverdacht: Uni Wien leitet Verfahren gegen Zadić ein

(FOTO: Facebook/ Alma Zadic)

Wie die Universität Wien gegenüber der APA bestätigt, werden nun internationale Gutachter die Doktorarbeit von Justizministerin Alma Zadić auf Plagiat prüfen.

Nach einer anonymen Plagiatsanzeige leitete die Uni Wien eine interne Vorprüfung ein. Nun sucht die Bildungseinrichtung internationale Gutachter, die Zadićs Dissertation genauesten überprüfen sollen. Das Ergebnis werde erst für Anfang Herbst erwartet.

Das Thema von Zadićs Doktorarbeit ist der Einfluss des UNO-Tribunals für das ehemalige Jugoslawien auf die Rechtsentwicklung in den Nachfolgestaaten. „Die Universität Wien ist den Kriterien der wissenschaftlichen Redlichkeit verpflichtet. Diese gelten für jede wissenschaftliche Arbeit, unabhängig von Fach und Person“, so die Uni Wien in einer offiziellen Stellungnahme.

Bei Hinweisen auf Plagiatsverdacht bei Arbeiten, für die bereits ein akademischer Grad vergeben wurde, prüfe die Universität Wien und leite dann ein Verfahren ein, insofern es möglich erscheint, dass die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis nicht eingehalten worden sein könnten.

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Zadićs Büro begrüßt Verfahrenseinleitung
Aus dem Büro der Justizministerin war zu hören, dass man über die Verfahrenseinleitung informiert worden sei und dass man begrüße, „dass die anonymen Vorwürfe damit objektiv überprüft und ausgeräumt werden können“.

Hintergrund für die Untersuchungen gegen Zadić ist unter anderem ein Urteil des deutschen Plagiatsjägers Martin Heidingsfelder. „Wenn sie Charakter hat, dann tritt sie zurück“, so Heidingsfelder, der 73 Plagiats-Teile auf 220 Seiten gefunden haben möchte.