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Goldreserven

Rekord-Deal: Serbien kauft 4,3 Tonnen Gold von chinesischer Firma

Rekord-Deal: Serbien kauft 4,3 Tonnen Gold von chinesischer Firma
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Serbien häuft Gold an – und ein chinesischer Konzern spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Zahlen dahinter sind bemerkenswert.

Serbiens Zentralbank hat im Jahr 2025 insgesamt 344 Goldbarren von der chinesischen Firma Serbia Zijin Copper erworben – jeder davon mit einem Gewicht von etwas mehr als zwölf Kilogramm. Damit sicherte sich die Narodna banka Srbije (NBS, serbische Zentralbank) rekordverdächtige 4,3 Tonnen Gold auf dem heimischen Markt, wie die Bank gegenüber Forbes Serbien bestätigte. Bezahlt wird in serbischen Dinar, was der Zentralbank gleichzeitig ermöglicht, ihre Devisenreserven zu stärken. Zusätzlich zu den Inlandskäufen erwarb die NBS auf dem internationalen Markt weitere rund 17 Tonnen des Edelmetalls.

Rekordreserven 2025

Im März 2025 beliefen sich die serbischen Goldreserven auf 53,7 Tonnen – mehr als dreimal so viel wie noch 2012, als sie knapp unter 15 Tonnen lagen. Zum aktuellen Marktpreis entspricht das einem Gegenwert von rund 6,9 Milliarden Euro. Gemessen am Wert bedeutet das sogar ein Elfaches des damaligen Niveaus, da der Goldpreis in diesem Zeitraum erheblich zulegte.

Der Hintergrund dieser Geschäftsbeziehung reicht ins Jahr 2018 zurück: Damals übernahm der chinesische Bergbaukonzern Zijin Mining durch eine Kapitalerhöhung 63 Prozent der Anteile am staatlichen Kupferproduzenten RTB Bor – und damit die Mehrheit an der Gold- und Kupfermine in Bor im Nordosten Serbiens. Seither verpflichtet das serbische Recht das Unternehmen, das gesamte geförderte Gold zunächst der Zentralbank anzubieten. Laut Forbes Serbien hat die NBS bislang kein einziges Angebot abgelehnt. Seit der chinesischen Übernahme wurden auf diesem Weg insgesamt 16,3 Tonnen Gold angekauft. Sollte die Zentralbank einen Kauf einmal ablehnen, steht der Firma der Weg offen, eine Exportgenehmigung für das abgebaute Erz zu beantragen.

Zijins Einnahmen

Für Zijin Copper war das Goldgeschäft 2025 ein erheblicher Einnahmeposten: Allein aus dem Goldverkauf flossen rund 48,4 Milliarden Dinar – umgerechnet etwa 400 Millionen Euro – in die Kassen des Unternehmens. Die Gesamterlöse aus Kupfer, Gold und Silber summierten sich auf rund 227,6 Milliarden Dinar, wobei Kupfer mit 173,4 Milliarden Dinar den Löwenanteil beisteuerte. Auf Basis dieser Zahlen lässt sich errechnen, dass die NBS im Schnitt rund 3.000 Euro je Feinunze – also 31,1 Gramm – bezahlte. Der Börsenkurs schwankte 2025 zwischen 2.500 und 3.700 Euro pro Feinunze.

Gegenüber Forbes Serbien ließ die Zentralbank wissen, dass sie auch künftig beabsichtigt, Gold auf dem heimischen Markt zu erwerben.