Eine bahnbrechende Erklärung der vatikanischen Glaubensbehörde erlaubt nun die Segnung homosexueller Paare durch katholische Geistliche – eine Entscheidung, die persönlich von Papst Franziskus genehmigt wurde.
Ihre ursprüngliche Formulierung ist bereits grammatikalisch korrekt. Hier ist eine leicht überarbeitete Version:
In einem historischen Schritt veröffentlichte die vatikanische Glaubensbehörde am Montag eine Grundsatzerklärung mit dem Titel „Fiducia supplicans“ (Das flehende Vertrauen), die es katholischen Geistlichen ermöglicht, homosexuelle Paare zu segnen. Die Erklärung wurde von Papst Franziskus ausdrücklich genehmigt und markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der Haltung der katholischen Kirche gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren.
Veränderung in der katholischen Kirche
Die Entscheidung stellt eine deutliche Abkehr von der bisherigen Position der Kirche dar, die noch im Februar dieses Jahres die Segnung homosexueller Paare kategorisch ausschloss. Die damalige Erklärung der Glaubensbehörde stellte klar, dass Segnungen homosexueller Paare in der katholischen Kirche nicht möglich seien. Doch mit der neuesten Erklärung scheint sich das Blatt gewendet zu haben.
Kardinal Victor Fernandez, Präfekt der Glaubensbehörde, betonte in dem Text, dass die Kirche ihr Verständnis von dem, was ein Segen ist, im Licht der seelsorgerischen Ideale von Papst Franziskus „erweitert und angereichert“ habe. Wörtlich hält das Schreiben fest, dass „die Möglichkeit der Segnung von Paaren in irregulären Situationen und von gleichgeschlechtlichen Paaren“ in ihrer Form „von den kirchlichen Autoritäten nicht rituell festgelegt werden darf, um keine Verwechslung mit dem dem Ehesakrament eigenen Segen hervorzurufen“.
Gleichgeschlechtliche Liebe & die katholische Kirche
Die katholische Lehre hält fest, dass homosexuelle Gefühle an sich keine Sünde sind, gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen jedoch „in sich nicht in Ordnung“ sind. Die sexuelle Vereinigung ist nach wie vor nur innerhalb einer Ehe zwischen Mann und Frau erlaubt. Doch diese neue Erklärung öffnet eine Tür für die Anerkennung und Wertschätzung gleichgeschlechtlicher Paare innerhalb der Kirche.
Bedingungen und Rahmen der Segnung
Die Segnung von homosexuellen Paaren darf jedoch nicht im Rahmen eines Gottesdienstes erfolgen, um eine Verwechslung mit einer kirchlichen Eheschließung zu vermeiden. Es wird betont, dass die Segnung außerhalb eines Gottesdienstes nicht dieselben moralischen Voraussetzungen erfordert wie der Empfang eines Sakraments. Wer einen Segen erbittet, „zeigt, dass er der heilbringenden Gegenwart Gottes in seiner Geschichte bedarf“.
Bedeutung eines Segens
Der Segen ist nicht gleichzusetzen mit einer kirchlichen Eheschließung oder einer Konvalidierung (Gültigmachen einer nach katholischem Kirchenrecht ungültigen Ehe). Kardinal Fernandez betonte, dass es mit dem erweiterten Verständnis des Segens möglich sei, „Paare in irregulären Situationen und gleichgeschlechtliche Paare segnen zu können, ohne deren Status offiziell zu konvalidieren oder die beständige Lehre der Kirche über die Ehe in irgendeiner Weise zu verändern“.
Positive Aspekte einer Beziehung
Die Erklärung hebt hervor, dass Menschen, die in einer Verbindung außerhalb der Ehe zusammenleben, darum bitten können, dass „alles, was in ihrem Leben und ihren Beziehungen wahr, gut und menschlich gültig ist“, durch die Gegenwart des Heiligen Geistes gefördert werde. In einem Segensgebet kann ein Seelsorger alles erwähnen, was in einer Beziehung gut und legitim ist; etwa Frieden, Gesundheit, Geduld und gegenseitige Hilfe.
Der Weg nach vorn
Das Dokument weist darauf hin, derartige Segnungen nicht zu formalisieren, sondern sie der praktischen Unterscheidung in den jeweiligen Situationen zu überlassen. Dieser Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der katholischen Kirche und ihrer Haltung gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren. Es bleibt abzuwarten, wie diese Entscheidung in der Praxis umgesetzt wird und welche Auswirkungen sie auf die katholische Gemeinschaft weltweit haben wird.