In Wien-Währing sorgt die mögliche Einstellung einer Straßenbahnlinie für Aufregung. Die Wiener Linien erwägen, ihr öffentliches Verkehrsnetz im Zuge des Baus der neuen U-Bahn-Linie U5 zu überarbeiten. Eine endgültige Entscheidung wird voraussichtlich jedoch erst nach 2030 getroffen.

Mit der fortschreitenden Konstruktion der U5, die vom Karlsplatz bis nach Hernals führen soll, werden auch weitreichende Auswirkungen auf das bestehende öffentliche Verkehrsnetz im 18. Bezirk befürchtet. Die Fertigstellung der U5 ist für die Zeit nach 2030 angesetzt, doch schon jetzt machen sich unter den Bewohnern Bedenken breit. Ein in der Lokalzeitung „Unser Währing“ veröffentlichter Bericht warnt vor einem möglichen Ende der beliebten Straßenbahnlinie 42. Die darauf folgenden Reaktionen in sozialen Netzwerken sind überwiegend kritisch: Viele Wiener äußern ihre Sorge, dass solche Veränderungen nicht gerade zur Förderung der öffentlichen Verkehrsmittel beitragen könnten.
Mögliche Anpassungen im Straßenbahnnetz
Während der Bauarbeiten der U5 soll die Straßenbahnlinie 42 größtenteils ihren Betrieb beibehalten. Allerdings wird für eine Teilstrecke, die bisher von der Linie 9 bedient wird, ein Ersatzbus eingesetzt. Nach Fertigstellung der U5 bleibt die Zukunft der Linie 42 weiterhin unklar. Eine Möglichkeit wäre, diese Linie mit der Linie 37 zur Hohen Warte zu kombinieren. Ein zusätzliches Konzept sieht den Einsatz eines Busses in der Martinstraße vor.
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Die Wiener Linien betonen, dass derzeit keine endgültigen Entscheidungen getroffen wurden. Solange die Bauarbeiten an der U5 andauern, bleibt das aktuelle Angebot bestehen. Erst mit der Fertigstellung der zweiten Bauphase der U5 zwischen 2032 und 2035 werden Anpassungen des Oberflächennetzes geprüft. Dabei wird eine eingehende Analyse durchgeführt, um ein optimales Verkehrsangebot für die Fahrgäste in Wien zu gewährleisten. Eventuelle temporäre Änderungen während der Bauarbeiten werden von den Verantwortlichen rechtzeitig angekündigt.