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Winterfreude

Rodelfieber in Wien: Vergessene Tradition erobert Hauptstadt zurück

Rodelfieber in Wien: Vergessene Tradition erobert Hauptstadt zurück
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Mitten in Wien verwandelt sich der Asphalt in eine weiße Spielwiese. Eine fast vergessene Tradition aus den 1950er-Jahren erlebt dank des Wintereinbruchs ihre Wiedergeburt.

Schneebedeckte Hauptstadt erweckt alte Tradition zum Leben: Die Rodelstraßen sind zurück. Seit Tagen liegt eine dicke Schneeschicht über Wien, vielerorts mehr als zehn Zentimeter. Diese winterlichen Bedingungen haben eine besondere Wiener Tradition wiederbelebt – die Rodelstraßen. Eine davon findet sich in Wien-Neubau am St.-Ulrichs-Platz. Zwischen Burggasse und Zeismannsbrunngasse ist der Straßenabschnitt für den Verkehr gesperrt, mit Warnschildern und Sicherheitsvorrichtungen versehen.

Historische Entwicklung

Das Konzept der Rodelstraßen ist in Wien keineswegs neu. Bereits im November 1950 wurden erste Straßenabschnitte von der Bundespolizeidirektion Wien gemeinsam mit dem Magistrat versuchsweise zu Rodelstraßen erklärt. Die damalige Straßenpolizei-Ordnung bildete dafür die rechtliche Grundlage. Schon damals galt als Voraussetzung eine Schneedecke von mindestens zehn Zentimetern.

In den 1950er-Jahren erlebten die Rodelstraßen ihre Blütezeit – 1959 verzeichnete Wien insgesamt 19 solcher Strecken. Heute ist ihre Zahl deutlich geschrumpft. Neben der Strecke in Wien-Neubau existiert aktuell noch eine weitere Rodelstraße in Wien-Meidling: die Schwenkgasse im Abschnitt zwischen Spittelbreitengasse und Pohlgasse.

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Winterausblick

Die Freude am Rodeln dürfte den Wienern noch einige Zeit erhalten bleiben. Bereits am Montagnachmittag ziehen dichtere Wolken auf, und im Wienerwald wird mit erneutem Schneefall gerechnet.

Die Temperaturen bleiben bis Mittwoch um den Gefrierpunkt oder knapp darüber.

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KO KOSMO-Redaktion
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