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Schlupflöcher: So wird in Wien trotz Corona Party gemacht

Symbolbild (FOTO: iStockphotos)

In Wintersportorten werden illegale Skiurlaube oft als „Geschäftsreisen“ getarnt. Auch in Wien sind manche Vermieter und Gäste kreativ, um Corona-Partys und anderes zu organisieren.

Aufgrund der Corona-bedingten Sperren dürfen in Österreich Hotels und Privatzimmervermieter ihre Quartiere nur in sehr eingeschränkter Form bereitstellen, etwa für Geschäftsreisen oder als Unterkünfte für Ausbildungen. Doch sowohl Vermieter als auch Gäste werden immer kreativer, um die Bestimmungen zu umgehen – auch in der Bundeshauptstadt. Allein im Dezember wurden in Wien 15 Verstöße registriert. Meist wurde über Online-Plattformen, wie Airbnb gebucht.

Erst heute berichtete etwa die „Heute“ über ein Wiener Paar, das unter Coronaparty-WGs in ihrem Haus leidet: Denn in ihrem Gebäude in der Pilgramgasse (Margareten) werden 18 Airbnb-Apartments (eines davon für bis zu 15 Personen) oft für Corona-Partys genutzt. Vor allem junge Leute würden die Wohnungen zur Feier-Location umfunktionieren. Die Polizei und der Hausbetreuer würden nichts unternehmen: „Wir haben oft die Polizei gerufen. Der Lärm ist kurzfristig zurückgegangen, aber die Partys wurden nicht aufgelöst. Auch der Vermieter weiß über die Vorkommnisse Bescheid.“

Und auch die „Krone“ listete einige Fälle von illegalen Corona-Partys in Wien auf:

  • In Favoriten, nahe dem Hauptbahnhof, wird eine Wohnung via Airbnb vermietet. Laut anderen Hausparteien sind die „Geschäftsreisenden“ aber oft in Partylaune.
  • Kräftig gefeiert wurde laut „Krone“ auch in einer Wohnung in Margareten. Ein Großteil der Gäste stammte aus dem 22. Bezirk. Die Anmietung erfolgte via booking.com.
  • Und auch vor Hotels macht der Corona-Party-Boom nicht halt: Nach einer Anzeige wegen Lärmbelästigung kam die Polizei in ein Hotel im 2. Bezirk. Dort konsumierten 20 Gäste Speisen und Getränke. Ihre Begründung: Es handle sich um einen PR-Termin, und für Kameraaufnahmen sei das übliche Hotelflair mit Gästen nötig.
  • Wohnungen und Zimmer wurden auch zur illegalen Prostitution vermietet – wie Amtshandlungen im 11. und 18. Bezirk ergaben. In einem Hotel im 17. Bezirk wurden außerdem 30 geschleppte Personen entdeckt.

Quellen und Links:

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