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Tsunami-Warnung

Schweres Erdbeben erschüttert beliebte Urlaubsinsel!

Schweres Erdbeben erschüttert beliebte Urlaubsinsel!
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Mitten in der Nacht bebte die Erde vor Kreta mit einer Stärke von über 6,0. Die Erschütterungen waren bis nach Ägypten, Syrien und Israel zu spüren.

Ein starkes Erdbeben erschütterte in der Nacht die Region östlich von Kreta. Das Beben, das kurz vor 1 Uhr früh registriert wurde, erreichte nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Magnitude von 6,1, während das Deutsche Geoforschungsinstitut sogar von 6,3 ausging. Der Erdstoß ereignete sich in etwa 70 Kilometer Tiefe im Meeresgebiet vor der beliebten griechischen Ferieninsel. Trotz der erheblichen Stärke wurden bislang weder Verletzte noch größere Sachschäden gemeldet. Dennoch bleiben die Einsatzkräfte in erhöhter Alarmbereitschaft. Die seismischen Aktivitäten in dieser Region sind keine Seltenheit, da Kreta an der Nahtstelle zweier tektonischer Platten liegt.

Die griechischen Behörden handelten umgehend und gaben für die östlich von Kreta gelegene Insel Kasos eine Tsunami-Warnung heraus. Ob tatsächlich ungewöhnliche Wellenbewegungen auftraten, ist derzeit nicht bestätigt. Die Auswirkungen des Bebens waren weitreichend spürbar – selbst aus Ägypten, Syrien und Israel wurden Erschütterungen gemeldet, was auf die enorme Energiefreisetzung des seismischen Ereignisses hindeutet.

Touristen-Erfahrungen

Eine Touristin, die sich nahe Heraklion aufhielt, wurde durch die Erdstöße aus dem Schlaf geweckt. „Es hat sicherlich 30 Sekunden lang deutlich geschüttelt, auch die Lampen im Hotelzimmer haben gewackelt“, berichtete sie gegenüber „20 Minuten“. Sie verließ gemeinsam mit ihrem Partner fluchtartig das Zimmer und traf draußen auf weitere verunsicherte Hotelgäste. „Das Wasser im Pool hat noch lange hohe Wellen geschlagen.“ Nach ihren Beobachtungen blieb das Gebäude unbeschädigt, und die Stimmung unter den Anwesenden war trotz des Schreckens gefasst.

Behördliche Reaktion

In Griechenland sind Erdbeben dieser Intensität keine Ausnahmeerscheinung, doch ihr Auftreten zu später Nachtstunde trifft die Menschen häufig unvorbereitet. Die zuständigen Behörden rufen sowohl Einheimische als auch Urlauber dazu auf, „Ruhe zu bewahren“ und sich über mögliche Nachbeben auf dem Laufenden zu halten. Auch wenn sich die seismische Aktivität inzwischen beruhigt hat, wird diese Nacht für viele Feriengäste als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben.

Experten zur Lage

Das Deutsche Geoforschungszentrum konnte eine genaue Herdtiefe von 83 Kilometern bestätigen. Laut griechischen Experten war genau diese beträchtliche Tiefe ein entscheidender Faktor für die bislang ausgebliebenen größeren Schäden. Efthimios Lekkas, Präsident der Agentur für Erdbebenplanung und -schutz, erklärte: „Beben in dieser Tiefe treten typischerweise isoliert auf und weisen weder eine lange Vor- noch Nachbebensequenz auf.“ Diese Einschätzung dürfte viele Touristen und Einheimische beruhigen.

Trotz der kurzzeitigen Tsunami-Warnung für die Insel Kasos wurden bislang keine ungewöhnlichen Wellenbewegungen oder strukturelle Schäden gemeldet. Die Erschütterungen waren dennoch im gesamten östlichen Mittelmeerraum zu spüren, wobei besonders auf Kreta selbst in mehreren Touristenresorts das Wasser in Hotelpools noch lange nach dem Beben deutlich sichtbare Wellen schlug.

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KO KOSMO-Redaktion
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