Aufatmen in Alaska: Nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 7,3 vor der Küste wurde die Tsunami-Warnung wieder aufgehoben. Die Erschütterung blieb offenbar folgenlos.
Nach einem Erdbeben der Stärke 7,3 vor Alaskas Küste haben die Behörden die anfänglich verhängte Tsunami-Warnung wieder zurückgenommen. Der Erdstoß wurde laut US-Erdbebenwarte USGS (United States Geological Survey) am Mittwoch etwa 90 Kilometer südlich der Ortschaft Sand Point auf Popof Island registriert, südwestlich des Festlands von Alaska. Das Epizentrum befand sich in ungefähr 20 Kilometer Tiefe unter dem Meeresspiegel.
Für das Beben war zunächst vorläufig eine Stärke von 7,2 angegeben worden. Größere Schäden oder Personenverletzungen wurden vorerst nicht gemeldet.
📍 Ort des Geschehens
Evakuierungsmaßnahmen
Die zuständigen Behörden hatten die Bevölkerung in den betroffenen Küstengebieten angewiesen, sich in höher gelegene Regionen zu begeben.
Für Anchorage, die bevölkerungsreichste Stadt des US-Bundesstaates Alaska, bestehe keine Tsunami-Gefahr, informierte die lokale Notfallbehörde.
Seismisches Hochrisikogebiet
Das aktuelle Beben reiht sich in eine Serie von starken Erschütterungen in der Region ein. In den vergangenen fünf Jahren ereigneten sich entlang des Alaska–Aleuten-Megathrusts mindestens fünf Erdbeben mit einer Magnitude von 7 oder mehr. Bereits im Jahr 2020 erschütterte das sogenannte Simeonof-Beben mit einer Stärke von 7,8 die Region, gefolgt von einem weiteren Beben der Stärke 7,2 im Juli 2023.
Experten des Alaska Earthquake Center rechnen mit weiteren Nachbeben in den kommenden Tagen. Die zahlreichen Erschütterungen unterstreichen die anhaltend hohe seismische Aktivität in diesem Gebiet.
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Effektives Frühwarnsystem
Das Tsunami-Frühwarnsystem in Alaska reagierte innerhalb weniger Minuten nach dem Beben und initiierte umgehend Evakuierungsmaßnahmen in mehreren Küstenorten, darunter Sand Point, Kodiak und Unalaska. Die Warnung konnte nach etwa einer Stunde zurückgenommen werden, nachdem keine signifikanten Tsunamiwellen gemessen wurden.
Die schnelle Alarmierung ermöglichte es den betroffenen Gemeinden, rasch Schutzmaßnahmen einzuleiten – ein Beleg für die Effektivität des Katastrophenschutzes in dieser seismisch hochaktiven Region.