Die Teuerungswelle bei Lebensmitteln und Getränken sorgt zunehmend für Unmut bei den Verbrauchern. Für alltägliche Produkte wie Kaffee, Schokolade oder Tomaten müssen Konsumenten mittlerweile deutlich mehr bezahlen. Ein aktueller Vorfall verdeutlicht, wie begrenzt die Akzeptanz für diese Preisanstiege in der Bevölkerung ist.
Kaffeepreise schockieren
Ein Vorfall im Salzkammergut zeigt exemplarisch die Empörung: Ein Angestellter aus Linz verbrachte kürzlich einen Tag in Gmunden am Traunsee. In der bekannten Salzkammergut-Stadt wollte er seinen Kaffeedurst stillen und bestellte einen Espresso. Als er jedoch die Preisliste studierte, war er schockiert: Das Lokal verlangte 3,50 Euro für einen einfachen Espresso. Noch drastischer fiel der Preis für einen doppelten Espresso (Doppio) aus – hier wurden 5,20 Euro fällig.
„Das ist komplett verrückt!“, reagierte der Tagesausflügler verärgert.
Preisunterschiede international
Ein weiteres Beispiel liefert ein oberösterreichischer Angestellter, der nach Deutschland reiste. Bei einem Einkauf in einem Supermarkt in Ditzingen bei Stuttgart machte er eine überraschende Entdeckung im Getränkeregal. Seine Verärgerung teilte er später auf Facebook mit folgenden Worten: „Kann mir bitte wer erklären, warum der (österreichische!) Gösser Naturradler bei Aldi in Deutschland 0,99 Euro kostet und bei Billa und Spar in Österreich 1,59 Euro – also 60 Prozent (!) mehr …“
Brau Union erhöhte Preise mehrfach
Die aktuelle Empörung über die Bierpreise kommt nicht von ungefähr: Die Brau Union, zu der Marken wie Gösser und Zipfer gehören, hat die Bierpreise in Österreich im Jahr 2024 bereits zweimal erhöht. Im Jänner stiegen die Preise um durchschnittlich 3,6 Prozent und im Dezember nochmals um 3,4 Prozent, was etwa 5 Cent pro 0,5-Liter-Dose oder -Flasche entspricht. Als Hauptgründe werden gestiegene Lohnkosten durch den Brauereikollektivvertrag sowie höhere Transport- und Produktionskosten genannt. Die Preiserhöhungen betreffen sowohl den Handel als auch die Gastronomie.
Warenkorb deutlich teurer
Interessanterweise zählt Dosenbier zu den wenigen Alltagsprodukten, deren Preis im Jahresvergleich von März 2024 bis März 2025 in Wiener Supermärkten und Diskontern relativ stabil geblieben ist. Im gleichen Zeitraum ist der durchschnittliche Warenkorbpreis um 10,1 Prozent gestiegen, während andere Produkte wie Bohnenkaffee oder Orangensaft massive Preissprünge verzeichneten. Besonders bedenklich: Seit September 2021 hat sich der typische Warenkorb um insgesamt 57,7 Prozent verteuert – eine Belastung, die bei vielen Konsumenten zunehmend für Frust sorgt.