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Gewalt

Sechsjähriger verprügelt Volksschullehrerin

FOTO: iStock/dolgachov
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Ein besorgniserregendes Ereignis hat sich kürzlich an einer Volksschule in Kärnten abgespielt. Ein erst sechsjähriger Schüler ging ohne ersichtlichen Grund auf seine Lehrerin los.

Gewalt im Klassenzimmer

Der jüngste Vorfall zeigt einmal mehr die wachsenden Herausforderungen im schulischen Umfeld. Der Erstklässler mit Migrationshintergrund verpasste ihr mehrere Faustschläge und verletzte sie im Gesicht.

Kärntens Bildungsdirektorin Isabella Penz kommentierte den Vorfall gegenüber der Krone: „Der Schüler soll grundlos auf die Lehrerin losgegangen sein und hat massive Gewalt gegen die Pädagogin ausgeübt. Dann hat der Bub auch noch eine Mitschülerin attackiert. Diese blieb aber zum Glück unverletzt und wurde nach dem Eintreffen der alarmierten Polizei von der Mutter abgeholt“.

Geplante Maßnahmen

Aufgrund der Schwere des Vorfalls wurde der Schüler, der einen schwierigen familiären Hintergrund hat, vorläufig bis nach den Herbstferien vom Unterricht suspendiert. Um die Situation genau zu analysieren und die passende Vorgehensweise zu erarbeiten, wird eine sogenannte Helferkonferenz einberufen. Erst dann wird man wissen wie es mit dem Jungen weitergeht. „In derartigen Fällen, und diese kommen leider immer wieder vor, gibt es klare Regeln und Vorgehensweisen““, erklärte Penz weiter.

Immer öfter Vorfälle mit Problemschülern

Die Zunahme von Gewalt an Schulen ist nicht neu, sondern wurde bereits durch einen vorherigen Vorfall im Mai in einer Volksschule in Klagenfurt beleuchtet. Damals wurde eine Lehrerin suspendiert, nachdem es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Schüler kam, dessen Verhalten zuvor von der Schulleitung ignoriert worden war. Trotz der Suspendierung nahmen Eltern und Schüler die Lehrerin in Schutz: Sie hatten Verständnis dafür, dass die Lehrerin die Nerven verlor und das Kind vom Sessel stieß.

Die Lehrerin des aktuellen Vorfalls musste am Montag nach dem Vorfall, aufgrund der Verletzungen noch im Krankenstand bleiben.