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KRIEGSVERBRECHEN

Selenskyj über neue Massaker: „Situation in Borodjanka schrecklicher als in Butscha“

(FOTO: Wikimedia Commons/The Presidential Office of Ukraine)

Gestern Nacht wandte sich der ukrainische Präsident Wolodmir Selenskyj mit einer neuen Ansprache an die Bevölkerung und sprach von weiteren Kriegsverbrechen der russischen Streitkräfte.

Auf Telegram erklärte Selenskyj, dass nach dem Massaker von Butscha nun auch die Trümmerbeseitigung im nahegelegenen Borodjanka beginnen würde. Die schrecklichen Szenen von Butscha sollen sich dort wiederholen. Selenskyj spricht von „noch mehr Opfer der russischen Besatzer“.

Was werde erst passieren, wenn die Welt erfährt, wie es im wochenlang belagerten Mariupol tatsächlich aussieht? – fragte sich der ukrainische Präsident laut. Dort sehe fast jede Straße aus wie in Butscha.

Massaker von Butscha
Derzeit wird in den Medien von mehreren hundert getöteten Zivilisten in der Kiewer Vorstadt berichtet. 50 oder mehr sollen sogar regelrechte Hinrichtungen gewesen sein. Internationale Journalisten und Institutionen sind vor Ort, um Beweise zu sichern.

Russland weist bis jetzt jegliche Verantwortung von sich und spricht von eine „Inszenierung durch die Ukraine“. Moskau zufolge seien die Zivilisten von ihren eigenen Landsleuten nach dem Abzug der russischen Streitkräfte ermordet worden. Gegen diese These sprechen diverse Satellitenbilder und anderes Bild- und Videomaterial, sowie Zeugenaussagen.

Der aktuelle Informationsstand beweist, dass einige der Morde bereits Mitte März stattgefunden haben und die leblosen Körper der Opfer seither auf den Straßen von Butscha lagen.

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