Start News Panorama Serbien dreht Dokumentarfilm über kroatischen Kriegshelden
EHRUNG

Serbien dreht Dokumentarfilm über kroatischen Kriegshelden

(Foto: Wikimedia Commons/Slobodanka Vašić)

Erneut ist die Diskussion zwischen Serbien und Kroatien über Faschismus und Antifaschismus entfacht. Der Belgrader TV Sender Blic hat einen Dokumentarfilm über einen kroatischen Kriegshelden produziert.

Der Belgrader TV Sender Blic sorgt derzeit mit ihrer Doku über Stjepan Filipović für Aufregung. Filipović war ein jugoslawischer Kommunist und Widerstandskämpfer. Der 1916 in Opuzen geborene Kroate wurde während des Zweiten Weltkriegs hingerichtet und posthum zum „Volkshelden Jugoslawiens“ erklärt.

LESEN SIE AUCH: Grabar-Kitarović: „Kroatien und Serbien müssen endlich einen Schlussstrich ziehen“

Dies verlautbarte die kroatische Präsidentin in Vukovar und fügte hinzu, dass ein Schlussstrich unabdingbar sei, um gute bilaterale Beziehungen aufzubauen.

 

1941 wurde Filipović von Tschetniks festgenommen und in ein Gefängnis in Šabac gesteckt und später nach Belgrad der Gestapo übergeben. Dort wurde er zum Tode verurteilt. Als ihm die Schlinge um den Hals gelegt wurde, hob Stjepan Filipović  und rief: „Smrt fašizmu, sloboda narodu!“ (Tod dem Faschismus, Freiheit für das Volk!)

Die Statue wurde 1991 zerstört. (Foto: Wikimedia Commons/w:sr:user:Maduixa)

Er appellierte an die Jugoslawen zum Widerstand. In diesem Augenblick entstand eine berühmte Fotografie, die das Vorbild für eine Statue lieferte. 1949 wurde Filipović zum Nationalhelden Jugoslawiens erklärt. In seiner Heimatstadt Opuzen wurde ihm zu Ehren eine Statue errichte, die 1991 abgerissen wurde.

LESEN SIE AUCH: Prinzessin Diana besuchte trotz britischen Widerstand BiH

Die verstorbene Prinzess Diana war für ihre sozialen und humanitären Anliegen und Hilfsprojekte bekannt. Im Sommer 1997, 14 Tage vor ihrem Tod, sprach die Königin der Herzen mit Minen-Opfern in Bosnien-Herzegowina und tröstete durch Minen verstümmelte Kinder.

 

Heute erinnert keine Gedenktafel an den Helden. „Was steckt hinter einem der denkwürdigsten Szene des Zweiten Weltkrieges? Das berühmte Bild eines jungen Mannes, der seine Hände in die Höhe hält und sich gegen das Nazi-Regime wehrt, hängt im UN-Gebäude in New York“, wird in der Doku erzählt.

Heute erinnert nichts mehr an den Widerstandskämpfer in seiner Heimat. Sein Denkmal in Opuzen wurde zerstört und niemand spricht mehr über diesen Helden.