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Machtdemonstration

Serbiens Armeechef kontert Kritik: „Militärparade ist kein Säbelrasseln

Serbiens Armeechef kontert Kritik: „Militärparade ist kein Säbelrasseln
FOTO: EPA/ANDREJ CUKIC
3 Min. Lesezeit |

Der Generalstabschef der serbischen Armee, Milan Mojsilovic, hat im Vorfeld der geplanten Militärparade in Belgrad deutlich gemacht, dass die Streitkräfte sich von politischen Auseinandersetzungen fernhalten wollen. In einem Interview mit TV Prva wies er am 14. September Vorwürfe zurück, wonach die Parade der Einschüchterung von Bürgern oder der Bedrohung von Nachbarstaaten diene. Solche Behauptungen bezeichnete er als „Manipulation“.

Mojsilovic betonte: „Was am kommenden Samstag präsentiert wird, gehört dem Staat und sollte der Stolz aller sein.“ Jene, die der Armee skeptisch gegenüberstehen – und solche gibt es natürlich – können beruhigt sein. Solange wir über diese Streitkräfte verfügen, ist Serbiens Sicherheit gewährleistet.

Militärparade „Snaga Jedinstva“

Die Militärparade „Snaga jedinstva“ („Kraft der Einheit“) ist für den 20. September in Belgrad angesetzt und findet anlässlich des Tages der Einheit, der Freiheit und der serbischen Flagge statt – ein Feiertag, den Serbien gemeinsam mit der Republika Srpska (serbischer Landesteil Bosniens) begeht. Die Veranstaltung wird rund um den Palast von Serbien stattfinden und umfasst neben der Präsentation moderner Kampfsysteme auch Überflüge nahezu aller Flugzeug- und Hubschraubertypen der serbischen Streitkräfte sowie Demonstrationen spezieller Fähigkeiten serbischer Truppeneinheiten.

Bei der Parade werden auch Waffensysteme französischer, israelischer, chinesischer und russischer Herkunft gezeigt, was die internationale Ausrichtung der serbischen Militärbeschaffung verdeutlicht. Der Generalstabschef kündigte zudem an, die Schlagkraft der Armee weiter ausbauen zu wollen.

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Verkehrssperren in Belgrad

Für die Parade und die Vorbereitungen kommt es zu umfangreichen Verkehrssperren auf zentralen Straßen wie dem Nikola-Tesla-Boulevard und der Ušće-Straße, um die Sicherheit der Veranstaltung zu gewährleisten und einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.

Politische Reaktionen

Zu den kritischen Stimmen bezüglich der Parade äußerte sich Mojsilovic überzeugt, dass manche Akteure das Thema für politische Zwecke instrumentalisierten. Er versicherte, dass die Armee für eventuelle Schäden aufkommen werde. Mit Blick auf die Signalwirkung der Veranstaltung erklärte er: „Die Parade wird unterschiedliche Reaktionen hervorrufen – Freude und Zufriedenheit bei Freunden und Verbündeten, möglicherweise aber auch Ärger und Nervosität bei anderen“, besonders nachdem diese eine moderne, gut ausgerüstete und einsatzbereite serbische Armee zu sehen bekämen.

Laut Daten des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI investiert Serbien unter den Westbalkanstaaten seit fünf Jahren am intensivsten in seinen Militärsektor. Für 2024 wurden 2,2 Milliarden US-Dollar für Verteidigungszwecke bereitgestellt, was einem Anteil von 2,6 Prozent am Bruttoinlandsprodukt entspricht. Diese Zahlen werden sowohl vom serbischen Verteidigungsministerium als auch von unabhängigen Medien bestätigt.

Wehrpflicht-Pläne

Zur geplanten Wiedereinführung der Wehrpflicht erläuterte Mojsilovic, dass diese formal nie vollständig abgeschafft worden sei. Derzeit liefen intensive Vorbereitungen, wobei erhebliche Mittel in die Modernisierung von Kasernen und die Beschaffung von Ausrüstung flössen. Als nächster Schritt stehe an, „den rechtlichen Rahmen an unsere Vorstellungen anzupassen, nämlich einen 75-tägigen Militärdienst“, wobei das serbische Parlament voraussichtlich ein entsprechendes Gesetz verabschieden werde.

Die serbische Regierung hatte angekündigt, den 2011 ausgesetzten Wehrdienst im Laufe des Jahres 2024 wieder einzuführen.

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KO KOSMO-Redaktion
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