Start NEWS PANORAMA So gut wie fix: PCR-Tests NICHT mehr für jeden

So gut wie fix: PCR-Tests NICHT mehr für jeden

(FOTO: YouTube-Screenshot/Lead Horizon)

Der Ausbau flächendeckender und niederschwelliger PCR-Testangebote – wie „Alles gurgelt“ in Wien – war das große Ziel. Dies scheint gescheitert und nun möchte man die Strategie komplett ändern.

Laut dem GECKO-Experten und ehemaligen Verteidigungsminister Thomas Starlinger sei es nirgendwo einfacher, ein Test-Kit zu bekommen und sich PCR-testen zu lassen als in Wien. Das hätte eigentlich so im ganzen Land umgesetzt werden sollen, um die Omikron-Welle in den Griff zu bekommen.

Das Testchaos in vielen Bundesländern am Schulstart nach den Weihnachtsferien am vergangenen Monat zeigt jedoch ein anderes Bild. Tests kamen zu spät, gar nicht oder mit falschen Ergebnissen an. Nun müsse man die Teststrategie neu aufstellen.

Aus für „PCR-Test für alle“
„In den nächsten Wochen werden die Handlungsmöglichkeiten relativ begrenzt sein, weil der Aufbau neuer Testkapazitäten sicherlich – wenn Sie es sehr sportlich betreiben – acht bis zehn oder zwölf Wochen dauert“, erklärte Starlinger am Donnerstag in der „ZIB Nacht“. In all jenen Regionen, wo die PCR-Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen, sei man gezwungen, neue Schwerpunkte zu setzen. Dies bedeutet, dass nicht mehr jeder einen PCR-Test machen können wird. Bestimmte Gruppen sollen bei den molekularbiologischen Tests Vorrang bekommen.

Gleichzeitig werde man wieder vermehrt auf Antigentests setzten müssen – allerdings mit stark verkürzter Gültigkeit. „Bevor man gar nicht mehr testet, wird man auch auf die Antigentests zurückgreifen müssen – aber unter der Einschränkung, dass diese Tests maximal für zwölf Stunden gültig sind“, fügte der ehemalige Verteidigungsminister hinzu. Sowohl die Halbierung der Gültigkeit von Schnelltests als auch die Wende in der PCR-Teststrategie sei innerhalb von GECKO abgestimmt, meint Starlinger.

„Man wird den Überblick über die Infektionen verlieren“
ORF-Moderator Stefan Lenglinger fragte, ob man mit einer Fokussierung der Tests auf gewisse Gruppen nicht den Überblick über das Infektionsgeschehen verlieren werde. Dies beantwortete der GECKO-Experte schlichtweg mit einem „Ja.“ In Wien werde das aufgrund der großen Kapazitäten an PCR-Tests zwar nicht so schnell der Fall sein, allerdings sei dies in anderen Bundesländern bereits Realität. Man werde diese Empfehlungen am heutigen Freitag an die Regierung weitergeben.

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