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STUDIE

So sehen die Arbeitsstunden bei Frauen und Männer in der EU aus

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(FOTO: iStock)

In den EU-Ländern ist die Anzahl der Arbeitsstunden pro Woche bei berufstätigen Männern höher, während Frauen häufiger von der Arbeit fernbleiben, eine Schlussfolgerung, zu der Analysten des kroatischen Arbeitsamts (HZZ) anhand von Eurostat-Daten gelangten.

Allerdings sind die Unterschiede bei beiden Kriterien; der Anzahl an Arbeitsstunden und dem Anteil an Fernbleiben, von Land zu Land sehr unterschiedlich.

So wurde beispielsweise bei den Vollzeitbeschäftigten im Alter von 20 bis 64 Jahren nach den Daten des letzten Jahres der größte Unterschied in der Anzahl der Arbeitsstunden zwischen Männern und Frauen in den Niederlanden verzeichnet, wo Männer durchschnittlich 38,2 pro Woche arbeiten, und Frauen 35,0 Arbeitsstunden.

Wer fehlt mehr in der Arbeit?

Etwas geringer ist der Unterschied zwischen erwerbstätigen Männern und Frauen in Irland, wo die Arbeitswoche der Männer 39,6 Stunden und die der Frauen 36,8 Stunden beträgt.

Am geringsten ist der Unterschied zwischen der Zahl der Arbeitsstunden in Rumänien, Lettland, Litauen und Ungarn, wo die Woche für Arbeitnehmer bei allen Geschlechtern fast gleich viele Stunden dauert.

Die EU-Rekordhalter für die Anzahl der Arbeitsstunden mit mehr als 40 Stunden sind männliche Arbeiter in Rumänien, Griechenland, Polen, Zypern und Slowenien, während Frauen in keinem EU-Mitgliedstaat mehr als 40 Stunden arbeiten.

Die meisten Arbeitsstunden werden von Frauen vertraglich vereinbart, die in Rumänien (39,8) sowie in Bulgarien, Litauen, Lettland und Slowenien beschäftigt sind.

Männer in Belgien haben die kürzeste Arbeitswoche (37,4 Stunden), bei den Frauen sind es Niederländerinnen mit den erwähnten 35 Stunden. Was die kroatischen Zahlen betrifft, liegen sie auf EU-Ebene in der goldenen Mitte – die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Kroaten beträgt 39,1 Stunden, die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der kroatischen Frauen 38,3 Stunden.

Im Gegensatz zur Wochenarbeitszeit fehlen Frauen generell mehr. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass Frauen Kinder bekommen und sich mehr mit der Kinderbetreuung beschäftigen. CES-Analysten weisen darauf hin, dass die Unterschiede im Ausmaß der Fehlzeiten zwischen einzelnen Ländern auch zu den vorhandenen Unterschieden der Krankenstands- und Elternzeitregelung von Arbeitnehmern und deren Anwendung im Alltag beitragen.

Die größten Unterschiede im prozentualen Anteil von Männern und Frauen, die von der Arbeit fernbleiben, wurden den Daten für das erste Quartal dieses Jahres zufolge in den ehemals sozialistischen Ländern beobachtet, wobei die Tschechische Republik und die Slowakei die Rekorde halten.

In der Tschechischen Republik beträgt dieser Unterschied sogar 10 Prozent (5,1 Prozent der Männer und 15,1 Prozent der Frauen fehlten), während der Unterschied in der Slowakei noch größer ist (4,8 Prozent der Männer und 15,1 Prozent der Frauen fehlten).

In sieben Ländern gibt es nämlich einen höheren Anteil an arbeitslosen Männern (Spanien, Frankreich, Zypern, Niederlande, Österreich, Finnland und Schweden), während in acht Ländern mehr Frauen von der Arbeit fernbleiben (Tschechische Republik, Estland, Frankreich, Zypern, Österreich, Slowakei, Finnland und Schweden). Genauer gesagt fehlten im ersten Quartal 7,4 Prozent der erwerbstätigen Männer und 10,9 Prozent der Frauen in Kroatien.

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