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Sonnenschutz-Schwindel: Jede dritte Creme bietet weniger Schutz als versprochen

Sonnenschutz-Schwindel: Jede dritte Creme bietet weniger Schutz als versprochen
Im Test siegten die billigeren Sonnencremes im Preis-Leistungsverhältnis. (Foto: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Sonnenschutz mit Tücken: Jede dritte Sonnencreme hält nicht, was sie verspricht. Eine neue Testmethode deckt auf, welche Produkte wirklich schützen.

Nicht alle Sonnencremes erfüllen den Lichtschutzfaktor, den sie auf der Verpackung versprechen. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung der Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 6/2025) hervor. Erstmals kamen die Prüfer ohne Hautversuche an Menschen aus. Bisher waren verlässliche Messungen des Lichtschutzfaktors nur auf menschlicher Haut möglich. „Wir wollten niemanden wegen unserer Tests einem Risiko für Hautschäden aussetzen“, erklären die Tester ihre Motivation. Eine neue Prüfnorm ermöglicht nun aussagekräftige Messungen ohne Hautkontakt.

Die Untersuchung umfasste 26 Sonnencremes mit hohem oder sehr hohem Schutzfaktor. Die Tester tolerierten dabei gewisse Abweichungen zwischen angegebenem und tatsächlich gemessenem Lichtschutzfaktor. Bei 15 Produkten erwies sich der Lichtschutzfaktor laut „Öko-Test“ als angemessen. Ein Produkt übertraf sogar den deklarierten Wert.

Die übrigen elf Sonnencremes schnitten weniger gut ab. Zehn erreichten nicht einmal drei Viertel der versprochenen Schutzleistung. Ein besonders negatives Beispiel erreichte nicht einmal ein Drittel des angegebenen Wertes – konkret lag der Lichtschutzfaktor unter 20, was zur Bewertung „mangelhaft“ führte.

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Bedenkliche Inhaltsstoffe

Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung lag auf bedenklichen Inhaltsstoffen, insbesondere dem verbotenen Weichmacher DnHexP (Di-n-hexylphthalat), der die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Dieser Stoff kann als Nebenprodukt bei der Herstellung des UV-Filters DHHB entstehen.

Die Untersuchung zeigte jedoch, dass dies nicht zwangsläufig der Fall sein muss: Neun der getesteten Sonnencremes enthielten zwar DHHB, waren aber frei von dem problematischen Weichmacher. In fünf Produkten wurde DnHexP nachgewiesen – bei vier davon nur in Spuren, was keine Abwertung zur Folge hatte. Eine Creme enthielt den Weichmacher jedoch in einer Menge, die zur Note „mangelhaft“ führte. Allerdings betont „Öko-Test“, dass von keiner der nachgewiesenen DnHexP-Mengen eine unmittelbare Gesundheitsgefahr ausgeht.

Günstige Testsieger

Wer bedenkenlos eincremen und sich effektiv vor Sonnenstrahlen schützen möchte, hat durchaus Auswahl: Zwölf Produkte erhielten die Note „gut“. Zwei Sonnencremes schnitten sogar mit „sehr gut“ ab. Diese Testsieger sind vergleichsweise preiswert – die „Sun D’Or Sonnenmilch, 50″ von Budni beziehungsweise Edeka (3,57 Euro pro 200 Milliliter) sowie die „Sundance Sonnenmilch, 50″ von Dm (3,18 Euro pro 200 Milliliter).

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KO KOSMO-Redaktion
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