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Identität

Sonst Geldstrafe: Kroatien fordert Entfernung serbischer Inschriften auf Gräbern

Sonst Geldstrafe: Kroatien fordert Entfernung serbischer Inschriften auf Gräbern
(Foto: Pexels)
2 Min. Lesezeit |

Kroatien verschärft den Umgang mit Grabinschriften: Wer auf Grabsteinen serbische Bezüge verewigt, muss diese nun entfernen – oder tief in die Tasche greifen.

In Kroatien müssen Grabbesitzer nun Grabsteine entfernen lassen, deren Inschriften als verletzend für religiöse, moralische oder nationale Gefühle der Kroaten gelten. Besonders betroffen sind dabei Inschriften mit Bezug zur serbischen Identität. Der DP-Abgeordnete Stipo Mlinaric, Initiator dieser Maßnahme, bestätigte laut kroatischen Medien, dass jedes Denkmal entfernt wird, auf dem Formulierungen wie „auf serbischem Boden“ oder „gefallen für die Serbische Krajina“ stehen.

Strenge Fristen

Das Gesetz sieht vor, dass Eigentümer der Grabstätten die betroffenen Denkmäler innerhalb von 30 Tagen entfernen müssen. Bei Nichtbefolgung drohen Geldstrafen zwischen 1.000 und 5.000 Euro. Der Metropolit von Zvornik-Tuzla, Fotije, übte scharfe Kritik an dieser Maßnahme und bezeichnete sie als „unterirdische Operation Sturm“, deren Ziel es sei, „serbische Gebeine aus ihren Gräbern zu werfen“.

Nach Einschätzung des Bischofs spiegele dies die gegenwärtige Realität in Kroatien wider.

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Historischer Kontext und politische Reaktionen

Die Krajina-Region war während des Kroatienkriegs von 1991 bis 1995 Zentrum der serbischen Minderheit und Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen. Dies macht die aktuelle Regelung für viele Angehörige dieser Gemeinschaft besonders schmerzhaft. Serbische Regierungsvertreter reagierten empört auf das Gesetz und bezeichneten es als diskriminierend. Sie werfen Zagreb vor, gezielt das serbische kulturelle Erbe zu verdrängen.

Zahlreiche serbische Verbände sehen in dem Gesetz einen Versuch, die Erinnerung an serbische Opfer und deren Identität im öffentlichen Raum systematisch zu unterdrücken. Die Maßnahme belastet die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern zusätzlich.

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KO KOSMO-Redaktion
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