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Gesundheitsrisiko

Stille Alzheimer-Gefahr im Büro: Diese Alltagsgewohnheit frisst Ihr Gehirn

Stille Alzheimer-Gefahr im Büro: Diese Alltagsgewohnheit frisst Ihr Gehirn
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3 Min. Lesezeit |

Langes Sitzen gefährdet das Gedächtnis – selbst bei sportlich aktiven Menschen. Eine mehrjährige Studie belegt nun die dramatischen Auswirkungen auf das Gehirn.

Das Alzheimer-Risiko steigt mit dem Alter, wird jedoch auch maßgeblich durch genetische Faktoren und Lebensgewohnheiten beeinflusst – ähnlich wie bei zahlreichen anderen Erkrankungen. Wissenschaftliche Schätzungen deuten darauf hin, dass global betrachtet bis zu 45 Prozent aller Demenzfälle verzögert oder sogar verhindert werden könnten.

Unter den von der Initiative aufgeführten Risikofaktoren finden sich ungesunde Gewohnheiten wie Tabak- und Alkoholkonsum. Auch Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte und Typ-2-Diabetes können die Entstehung von Alzheimer begünstigen, ebenso wie Umweltbelastungen durch Luftverschmutzung. Die erhöhte Gefährdung älterer Menschen erklärt sich zudem durch nachlassende Sinnesfunktionen: Bei eingeschränktem Hörvermögen muss das Gehirn verstärkt arbeiten, um Sprache zu verarbeiten. Ähnliches gilt für die Sehkraft, deren Nachlassen zusätzlich wichtige visuelle Stimuli reduziert.

Sitzende Lebensweise

Eine besondere Bedeutung kommt der täglichen körperlichen Aktivität zu. Da moderne Berufe zunehmend weniger körperliche Anstrengung erfordern und Erwachsene einen Großteil ihrer Zeit mit Arbeit verbringen, entsteht ein erhebliches Gesundheitsrisiko – nicht nur in Bezug auf Alzheimer. Eine mehrjährige Forschungsarbeit untersuchte speziell die Auswirkungen sitzender Tätigkeiten und bestätigte deren negative Effekte auf die Gedächtnisleistung.

Die Studie zeigte, dass Teilnehmer mit ausgedehnten Sitzphasen schlechtere kognitive Ergebnisse erzielten – selbst wenn sie ansonsten körperlich aktiv waren. Gehirnscans dokumentierten während des siebenjährigen Untersuchungszeitraums unter anderem Anzeichen für eine Volumenreduktion im Hippocampus, der zentralen Hirnregion für Gedächtnisfunktionen.

Präventive Maßnahmen

Besonders Senioren sollten daher ihre Sitzzeiten minimieren. Dies gilt verstärkt für Personen mit genetischer Prädisposition für Alzheimer. Doch auch jüngere Menschen sollten längeres Sitzen im Alltag vermeiden. Optimal ist eine gleichmäßige Verteilung körperlicher Aktivität über den Tag, um ausgedehnte Sitzperioden zu unterbrechen.

Während einige dieser Risikofaktoren gut beeinflussbar sind, gestaltet sich die Kontrolle anderer Faktoren deutlich schwieriger.

Konkrete Bewegungsempfehlungen für den Arbeitsalltag

Neuere Untersuchungen zeigen, dass bereits kurze, aber konsequente Bewegungspausen das Alzheimer-Risiko deutlich senken können. Experten empfehlen, mindestens alle 30 bis 60 Minuten aufzustehen und sich für einige Minuten zu bewegen. Diese kurzen Unterbrechungen fördern die Durchblutung des Gehirns und verbessern nachweislich die kognitive Leistungsfähigkeit – selbst wenn man regelmäßig Sport treibt.

Für Büroarbeiter gibt es mehrere praktische Möglichkeiten, mehr Bewegung in den Arbeitsalltag zu integrieren: Erinnerungen am Computer einrichten, kurze Spaziergänge während Telefonaten unternehmen oder Stehschreibtische nutzen. Besonders für Menschen mit erhöhtem genetischem Risiko für Alzheimer ist dieses bewusste Unterbrechen der Sitzphasen entscheidend, da sportliche Aktivität allein die negativen Auswirkungen des langen Sitzens nicht vollständig ausgleichen kann.

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KO KOSMO-Redaktion
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