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COVID-19

Studie zeigt: Corona erhöht Sterblichkeitsrisiko für Schwangere

(FOTO: iStockphoto)

Wissenschaftler der Universität Washington und der Universität Oxford untersuchten für ihre Studie 2.100 Schwangere. Dabei fanden sie heraus, dass das Risiko an einer Corona-Infektion zu sterben bei Schwangeren höher ist.

Grundsätzlich gilt: Schwangere Frauen haben keine höhere Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken. Aber: Wenn sie erkranken, dann steigt bei ihnen das Risiko schwer zu erkranken. Auch die Wahrscheinlichkeit , dass sie Intensivpflege oder Beatmung benötigen, ist bei Schwangeren laut der Studie wesentlich höher.

Die Wissenschaftler der Universität Washington und der Universität Oxford verglichen für ihre Studie Daten von infizierten Schwangeren (706 Frauen) mit Daten von schwangeren Frauen, die im gleichen Krankenhaus und im gleichen Schwangerschaftsstadium ohne Corona-Infektion betreut wurden (1.424 Frauen). Sie analysierten zwischen April und August 2020 die Daten von insgesamt 2.100 schwangeren Frauen aus 43 Entbindungskliniken in 18 Ländern – darunter Russland, Brasilien und Indien.

Das Ergebnis: Das Risiko für eine schwere Erkrankung war am größten für Frauen mit Fettleibigkeit, Bluthochdruck oder Diabetes. Auch das Risiko für eine Frühgeburt und Präeklampsie (eine Erkrankung, die mit Bluthochdruck einhergeht) stieg. Das Risiko eine Frühgeburt zu erleiden, lag zwischen 60 und 97 Prozent.

Schwerer Verlauf führte zu Komplikationen bei Babys
Das Risiko für einen schweren Verlauf bei infizierten Schwangeren war dreimal höher als für nicht erkrankte Schwangere. Fünfmal höher war das Risiko auf einer Intensivstation behandelt zu werden. Elf Schwangere mit Covid-19 starben, verglichen mit nur einer Frau in der nicht infizierten Gruppe.

Bei Schwangeren, die während einer Infektion keine Corona-Symptome, oder nur milde aufzeigten, war das Risiko für Intensivpflege, Frühgeburt oder Präeklampsie nicht erhöht. In der Studie waren das 40 Prozent der Frauen. Dem gegenüber stellten die Wissenschaftler fest, dass bei infizierten Frauen mit Fieber und Atemnot als Symptomen, die Komplikationen bei ihren Neugeborenen fünf Mal höher waren. Ihre Babys litten unter unreifen Lungen, Hirnschäden und Augenstörungen.

Auch Babys waren Corona-positiv
Elf Prozent der Babys, die von infizierten Müttern geboren wurden, wurden ebenfalls positiv auf Covid-19 getestet. Die Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang zwischen der Übertragung des Virus und einer Entbindungen per Kaiserschnitt.

Die Studienverfasser raten schwangeren Frauen daher weiterhin Masken zu tragen und sich impfen zu lassen. Die Studie erschien in der Fachpublikation Jama Pediatrics.

Quellen und Links:

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