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Gewerkschaft

Österreich von Tarifverhandlungen betroffen: Streik bei der Bahn

(FOTO: iStock/fermate)
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In einem Klima wachsender Arbeitsunzufriedenheit rüsten sich sowohl die Lokführergewerkschaft GDL als auch die Gewerkschaft Verdi für Streikmaßnahmen. Diese Arbeitskämpfe bei der Deutschen Bahn und Lufthansa könnten erhebliche Auswirkungen auf Reisende in Deutschland und Österreich haben.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat Streiks im Güter- und Personenverkehr der Deutschen Bahn angekündigt. Ab Mittwochabend sollen die Güterzüge stillstehen, ab Donnerstagmorgen dann auch die Personenzüge. Der Ausstand soll 35 Stunden andauern, warnt GDL-Chef Claus Weselsky. Nach dem ersten Streik könnten weitere folgen – ohne Vorankündigung und in Form von Wellenstreiks. Die letzten Streiks betrafen auch Verbindungen zwischen Deutschland und Österreich.

Die Verhandlungen zwischen der GDL und der Deutschen Bahn über die Tarifbedingungen sind gescheitert. Die GDL fordert eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, was die Deutsche Bahn ablehnt.

Lufthansa im Visier

Auch bei der Lufthansa drohen Streiks. Die Gewerkschaft Verdi hat das Bodenpersonal der Fluggesellschaft für Donnerstag und Freitag dieser Woche zum Ausstand aufgerufen. Der Streik soll am Donnerstagmorgen beginnen und am Samstagmorgen enden. In dem laufenden Tarifkonflikt hat es bereits zwei Warnstreikwellen gegeben, die jeweils den Passagierverkehr für etwa einen Tag lahmlegten.

Verdi hat in der vergangenen Woche bereits Teile des Lufthansa-Betriebs in der Technik und Frachtabfertigung bestreikt, um ein verbessertes Angebot des Unternehmens zu erzwingen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 13. und 14. März angesetzt. Verdi ist bereit, frühere Gespräche nur bei einem erhöhten Angebot wiederaufzunehmen.

Die drohenden Streiks bei der Deutschen Bahn und der Lufthansa verdeutlichen die angespannte Stimmung im Arbeitssektor. Reisende in Deutschland und Österreich könnten erheblich betroffen sein. Sollten die Tarifverhandlungen weiterhin erfolglos bleiben, könnten weitere Streiks folgen.