Mit Tränen in den Augen schilderte Skilangläuferin Karoline Simpson-Larsen ihr letztes Gespräch mit dem verstorbenen Biathleten Sivert Guttorm Bakken. „Der Tag vor Heiligabend war sehr hart“, offenbarte sie im Viaplay-Interview. „Das Letzte, was Sivert am Tag davor zu mir gesagt hat, war, dass er zuversichtlich sei.“
Die Sportwelt wurde erschüttert, als Bakkens Teamkollege Johan-Olav Botn – der Lebensgefährte von Simpson-Larsen – den 27-jährigen Biathleten am 23. Dezember leblos in dessen Hotelzimmer in Lavazè entdeckte. Bakken hatte sich dort im Trainingslager befunden. Bei seinem Auffinden trug er eine Höhentrainingsmaske. Die genaue Todesursache ist noch ungeklärt.
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Tragischer Verlust
Simpson-Larsen triumphierte am Sonntag bei der Schlussetappe der Tour de Ski. Besonders schmerzlich: Bakken hatte ihr vor seinem Tod versichert, dass er bei ihrem Rennen zuschauen wollte.
Nach dem Verlust eines Freundes an den Start zu gehen, erwies sich als größere Herausforderung als erwartet, gestand Simpson-Larsen. Mit einem Erfolg hatte sie keineswegs gerechnet.
Starke Motivation
„Ich hoffe, das zeigt, dass ich stark bin, und man einfach weiterkämpfen muss, egal was passiert“, erklärte die Norwegerin. „Sivert war jemand, der nicht aufgegeben hätte, und dieser Gedanke hat mich motiviert.“
Nun überwiege die Trauer, und sie freue sich auf die Heimreise mit ihrem Partner Johan-Olav Botn, der beim anstehenden Biathlon-Weltcup in Oberhof aufgrund einer Grippe pausieren wird.