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Bedrohung

Todesdrohungen gegen Tennisstars: Spieler schlagen Alarm

Todesdrohungen gegen Tennisstars: Spieler schlagen Alarm
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Todesdrohungen, Einschüchterung, Angriffe auf Familien – Matteo Berrettini bricht ein Schweigen, das den Tennissport seit Jahren belastet.

Matteo Berrettini hat nach seinem Sieg über Stan Wawrinka bei den US Open das Wort ergriffen – und dabei nicht über seinen Erfolg gesprochen, sondern über eine Schattenseite des Tennissports, die selten so offen thematisiert wird.

Der Italiener machte auf ein Problem aufmerksam, das viele Spieler kennen, über das aber kaum jemand spricht: Drohungen durch frustrierte Wetter. Eine gemeinsame Studie der WTA und des Weltverbands World Tennis zeigt das Ausmaß: 59 Prozent der schweren Missbrauchsfälle gegen Tennisspieler im Jahr 2025 gingen auf das Konto von frustrierten Wettern. Besonders schmerzhaft traf es seine eigene Familie – bei den French Open in Paris wurden Angehörige Berrettinis mit Drohungen konfrontiert. Der erfahrene Profi zieht daraus eine klare Konsequenz: Der Spielerschutz muss dringend verbessert werden.

Bedrohte Profis

Berrettini ist dabei kein Einzelfall. Auch seine Landsfrau Lucrezia Stefanini geriet ins Visier von Tätern. Kurz vor den Indian Wells Masters in Kalifornien erreichten sie über WhatsApp Todesdrohungen – begleitet von einem Foto einer Schusswaffe und persönlichen Informationen über ihre Familie. Vorfälle wie dieser verdeutlichen, wie real und wie nah die Bedrohung für Tennisprofis sein kann.

Mitten in diese Debatte fällt eine Partnerschaft, die für zusätzliche Diskussionen sorgt: Der amerikanische Tennisverband USTA hat mit dem Prognosemarkt-Anbieter Kalshi einen offiziellen Deal abgeschlossen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit sollen neue Maßnahmen eingeführt werden, die die Integrität des Sports langfristig sichern sollen.

Berrettinis Standpunkt

Berrettini selbst hat auf der Challenger-Tour erlebt, wie Zuschauer gezielt versuchen, Spieler während des Matches zu destabilisieren. „Es ist ein heikles Thema“, sagt er. Und dennoch schließt er Wetten nicht grundsätzlich aus: „Wir müssen die Spieler schützen und alles tun, um ein sicheres Umfeld für alle zu schaffen.“ Solange dieser Rahmen stimme, so Berrettini, könne das Ganze sogar funktionieren – „Dann kann es sogar Spaß machen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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