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Justizdrama

Tödlicher Kuss im Knast: Häftling schluckte Crystal-Päckchen

Tödlicher Kuss im Knast: Häftling schluckte Crystal-Päckchen
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein junger Insasse der Justizvollzugsanstalt Leipzig fand nach einem verhängnisvollen Kuss im Besucherbereich den Tod. Die versuchte Drogenübergabe durch seine Lebensgefährtin endete in einer Tragödie – der 23-jährige Tunesier erlag einer tödlichen Methamphetamin-Vergiftung.

Mohamed R. befand sich wegen mutmaßlichen Drogenhandels in Untersuchungshaft. Zu Jännerbeginn empfing er seine Partnerin Laura R. zum Besuch, wobei die Sicherheitskontrolle keine Auffälligkeiten feststellte. Auch der intensive Kuss während des Treffens erregte bei den Aufsichtsbeamten keinen Verdacht.

Den Wachleuten blieb in diesem Moment verborgen: Die 24-jährige Besucherin hatte mehrere Gramm Methamphetamin unter ihrer Zunge in die Haftanstalt eingeschleust. Wie Tag24 berichtete, hatte sie das Rauschgift zuvor von einem gemeinsamen Bekannten erhalten. Bereits bei der ersten Begrüßung sollte die in Alufolie verpackte Substanz unauffällig per Kuss weitergegeben werden.

Tödlicher Fehler

Doch die Übergabe misslang – der Tunesier schluckte das Drogenpaket versehentlich hinunter. Der Häftling ließ sich seine Notlage jedoch nicht anmerken und hoffte offenbar, das Päckchen würde seinen Körper auf natürlichem Weg wieder verlassen. Ein verhängnisvoller Trugschluss: Das Crystal Meth trat im Magen aus der Alufolie aus und führte zur letalen Überdosierung.

Besonders erschütternd: Ein Mitinsasse soll dem 23-Jährigen noch empfohlen haben, das Gefängnispersonal über den Vorfall zu informieren. Mohamed R. lehnte dies jedoch ab und wurde am folgenden Morgen bewusstlos in seiner Zelle aufgefunden. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche konnte sein Leben nicht gerettet werden.

Am Nachmittag verstarb der Tunesier nach einem qualvollen Todeskampf.

Juristische Folgen

Die Freundin des Verstorbenen muss sich nun den juristischen Folgen stellen: In wenigen Tagen wird sie sich vor Gericht für die verhängnisvolle Drogenübergabe verantworten müssen – auch ihr droht eine Haftstrafe. Mit Mohamed R. hatte sie eine gemeinsame Tochter, die mittlerweile drei Jahre alt ist.

Die Gefängnisleitung teilte mit, dass nach dem tragischen Vorfall die Sicherheitsmaßnahmen überdacht wurden. Künftig sollen bei Besuchen vermehrt Trennscheiben eingesetzt und die Häftlinge anschließend gründlicher durchsucht werden.

Zusätzlich plant die Anstalt, die Insassen über die Gefahren des sogenannten „Bodypackings“ (Drogenschmuggel im Körper) aufzuklären.

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KO KOSMO-Redaktion
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