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Tierseuche

Tödliche Seuche wütet in Kroatien: Fast 100 Tiere befallen

Tödliche Seuche wütet in Kroatien: Fast 100 Tiere befallen
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Milzbrand breitet sich in Kroatien aus: 97 Tiere bereits infiziert, darunter hauptsächlich Rinder. Die Behörden kämpfen mit Problemen bei der Untersuchung verwester Kadaver.

In Kroatien wurden bislang 97 Milzbrandfälle bei Tieren nachgewiesen. Wie das Kroatische Veterinärinstitut in seiner aktuellen epidemiologischen Lagebewertung vom 14. August 2025 mitteilt, verteilen sich die positiven Befunde auf 87 Rinder, sechs Schafe, zwei Ziegen sowie jeweils ein Rehkitz und einen Esel.

Die jüngsten beiden bestätigten Fälle stammen aus Proben, die am 13. August aus der Region Miocic im Gebiet Drnis eintrafen. Weitere 47 Untersuchungen verliefen negativ, während sechs Proben derzeit noch analysiert werden. Bei 34 eingesandten Tierkadavern waren die Verwesungsprozesse bereits so weit fortgeschritten, dass keine aussagekräftige Untersuchung mehr möglich war.

📍 Ort des Geschehens

Massive Impfkampagne läuft

Um die weitere Ausbreitung der Seuche zu stoppen, haben die kroatischen Behörden bereits über 15.000 Tiere gegen Milzbrand geimpft. Der gesamte Viehbestand in den betroffenen Regionen wird auf rund 40.000 Tiere geschätzt. Die Impfkampagne läuft laut Landwirtschaftsministerium ohne Unterbrechung, und die zuständigen Veterinärdienste aktualisieren die Fallzahlen täglich.

In den betroffenen Gebieten Split-Dalmatien und Šibenik-Knin wurden sogenannte Anthrax-Bezirke eingerichtet, in denen Nutztiere im Stall bleiben müssen und Außenstehende den Zugang zu Betrieben und Weideflächen meiden sollen. Zudem werden alle Tiere in diesen Bezirken vorsorglich geimpft, wobei es zwei bis drei Wochen dauert, bis eine belastbare Immunität aufgebaut ist.

Aktuelle Probenanalyse

Am 14. August gingen beim Veterinärinstitut neun weitere Proben von Rinderohren mit umliegendem Muskelgewebe aus der Tierarztpraxis Drnis ein. Drei davon mussten aufgrund fortgeschrittener Fäulnis zurückgewiesen werden. Insgesamt wurden bis zu diesem Stichtag 184 Tierproben verarbeitet, darunter 151 von Rindern, 23 von Schafen, sieben von Ziegen sowie jeweils eine Probe von einem Esel, einem Pferd und einem Rehkitz.

Von diesen konnten 150 Proben tatsächlich analysiert werden, während 34 wegen zu starker autolytischer Veränderungen (Zersetzungsprozesse) für eine Untersuchung ungeeignet waren.

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KO KOSMO-Redaktion
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