Zweimal innerhalb weniger Tage trifft das gleiche Schicksal zwei Familien in Oberösterreich. Auf unbeschrankten Bahnübergängen verlieren zwei sechsjährige Buben ihr Leben.
In Ottensheim ereignete sich eine Tragödie auf einem unbeschrankten Bahnübergang, als ein sechsjähriger Bub mit seinem Fahrrad genau in dem Moment die Gleise überquerte, als eine Lokomotive herannahte. Der Vater, der mit einem Fahrrad samt Anhänger und der jüngeren Schwester direkt hinter seinem Sohn fuhr, konnte den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Trotz vorhandener Lichtanlage kam es zur verhängnisvollen Kollision mit der Mühlkreisbahn, bei der der Lokführer keine Chance mehr hatte, rechtzeitig zu bremsen.
Nach der Erstversorgung wurde das Kind per Rettungshubschrauber in die Linzer Uniklinik geflogen, wo es seinen schweren Verletzungen erlag. Sowohl die Angehörigen als auch der Lokführer erlitten einen schweren Schock und wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.
Ähnlicher Vorfall
Erst wenige Tage zuvor hatte sich in Oberösterreich ein erschütternd ähnlicher Unfall zugetragen. Ein sechsjähriger Bub aus einer afghanischen Familie war mit seinem Rad vorausgeeilt, während seine Mutter und sein achtjähriger Bruder zu Fuß folgten. Der Bub fuhr auf einen unbeschrankten, nur mit einer Lichtsignalanlage gesicherten Bahnübergang zu – obwohl das Signal Rot anzeigte.
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Trotz sofort eingeleiteter Notbremsung erfasste der Triebwagen das Kind frontal und schleifte es samt Fahrrad mehrere Meter mit. Um den Buben zu bergen, musste die Zuggarnitur mit Hebekissen angehoben werden.
Doch jede Hilfe kam zu spät – der Sechsjährige starb noch an der Unfallstelle vor den Augen seiner entsetzten Mutter und seines Bruders.