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Über 300 Deutschförderklassen im neuen Schuljahr in Wien

Deutschförderklassen Kurz Strache
Ab 2019/20 sollen die Deutschförderklassen verpflichtend eingeführt werden. (Foto: Instagram/Sebastian Kurz)

Im kommenden Schuljahr sollen in Wien 308 Deutschklassen entstehen. Österreichweit wird es laut Bildungsministerium insgesamt 732 Deutschförderklassen geben.

Auf die Bundesländer verteilt wird es, nach Wien, in Oberösterreich meisten Deutschklassen (153), in gefolgt von Niederösterreich (105), Steiermark (79), Kärnten (31), Salzburg (26), Tirol (18), Vorarlberg (9) und dem Burgenland (3) geben, berichtet „vienna.at“. Deutschförderklassen sollen jenen Kindern nützlich sein, die dem Unterricht aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten nicht folgen können. Diese Kinder wurden als außerordentliche Schüler eingestuft und werden als solche auch geführt.

Einschränkungen für Deutschklassen
Nach einem speziellen Lehrplan wird den Kinder in gesonderten Klassen, in 15 bis 20 Wochenstunden, Deutsch unterrichtet. Für Gegenstände wie Zeichnen, Musik oder Turnen sollen die Kinder in reguläre Klassen zugeteilt werden. Des Weiteren bestehen gewisse Einschränkungen für die Deutschklassen. Diese werden erst ab acht Schülern pro Standort eingerichtet. Kinder, die in der ersten Schulstufe aufgenommen wurden oder gerade in Österreich angekommen sind und quer ins Schulsystem einsteigen, müssen diese Klassen besuchen.

Jedes Semester Prüfung der Deutschkenntnisse
Nach jedem Semester werden die Kinder auf ihren sprachlichen Fortschritt geprüft. Sollte das Kind keine Erfolge erzielt haben, bleibt es weiterhin in der Deutschlasse, bei einer Verbesserung wird es zum ordentlichen Schüler und wechselt in die Regelklasse, wo es eine Förderung im Rahmen von Deutsch als Zweitsprache erhalten soll. Wenn die Testergebnisse dazwischen liegen, so wird der Schüler dennoch in die reguläre Klasse versetzt und soll dann sechs Stunden pro Woche Förderunterricht bekommen. Insgesamt werden die Deutschklassen vier Semester andauern.

Ab 2019 verpflichtend
Das Bildungsministerium rechnet im kommenden Schuljahr mit 34.000 außerordentlichen Schülern. Ab dem 1. September sollen die neuen Lehrpläne umgesetzt werden. Es bleibt den Direktoren jedoch überlassen, ob sie bei den bisherigen Lehrplan-Zusätzen für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache beibehalten oder die neuen Deutschförderpläne einführen. Erst 2019/20 sollen dann die neuen Lehrpläne verpflichtend sein.