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SEXISTISCHE KLEIDERVORSCHSCHRIFT

Um Jungs nicht zu „verführen“ müssen Mädchen an dieser Schule züchtige Kleidung tragen

(FOTO: iStockphoto)

Lange Ärmel und Hosen, auch im Sportunterricht! So lautet die unglaubliche Regel für Mädchen in einer Schule im polnischen Danzig. Der Grund: Sie sollen die Jungen „nicht mit optischen Reizen verführen“.

Vor kurzem gab die Grundschule Nr. 16 „Władysław Broniewski“ in Polen neue Kleidervorschriften bekannt, die sich ausschließlich an die Mädchen der Bildungseinrichtung richten: Darin werden etwa kurze Hosen und Röcke, frei Schultern und bloße Arme verboten. Der Grund: Mädchen, die in Polen so gekleidet in die Schule gehen, würden die Jungs auf diese Weise „verführen“.

Sportunterricht nur mehr mit langen Ärmeln und Hosen
Wie der TV-Sender PolsatNews unter Berufung auf die überregionale polnische Tageszeitung Gazeta Wyborcza berichtet, müssen Mädchen der Grundschule Nr. 16 „Władysław Broniewski“ ab sofort im Schulgebäude ihre Arme und Beine bedecken – auch im Sportunterricht! Auf diese Weise sollen Jungs „nicht in Versuchung geführt“ werden. Für letztere gelten die Kleidervorschriften übrigens nicht!

Die Mädchen der Schule wurden zu Beginn des Schuljahres von den Lehrkräften darüber aufgeklärt, dass sie keine ärmelfreien Shirts und knappe Shorts mehr tragen dürften. Ähnliche Regelungen seien auch in anderen Schulen der Woiwodschaft Pommern an der Ostseeküste im Norden Polens geplant, wie Gazeta Wyborcza berichtete.

Stellungnahme von Schule
Die betroffene Lehranstalt äußerte sich in einer Erklärung zu der neuen Kleiderordnung: Diese sei nun „einer der Punkte der Schulordnung“. Die Klassenlehrerin habe „mit der ganzen Klasse darüber gesprochen“ und den Mädchen erklärt, dass „zu kurze“ Hosen, „zu tiefe“ Ausschnitte oder enge Blusen nun verboten seien, da sie ihre Mitschüler damit provozieren und zu unangemessenen Äußerungen und Verhaltensweisen animieren könnten.

Was sagt ihr zu der Kleiderordnung in einer polnischen Schule?

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„Schule lehrt weibliche Tugenden“
Auch die stellvertretende Bürgermeisterin von Danzig, Monika Chabior, die für soziale Entwicklung und Gleichbehandlung zuständig ist, meinte: Es gehe darum, „dass die polnische Schule weibliche Tugenden lehrt“. Lediglich eine Mutter hätte anonym mitgeteilt: „Die Kinder rebellieren dagegen.“

Die Aktivistin Martyna Kaczmarek, die feministische Ziele unterstützt, forderte in diesem Zusammenhang auf Instagram: „Lasst uns aufhören, Mädchen und Frauen beizubringen, dass sie für das Verhalten von Jungen und Männern verantwortlich sind.“

Quellen und Links:

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