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U-Bahn-Bau

Umbaupläne für Alsergrund: Weniger Parkplätze, mehr Radwege

Umbaupläne für Alsergrund: Weniger Parkplätze, mehr Radwege
FOTO: Die Grünen
2 Min. Lesezeit |

Mit dem Bau der neuen U-Bahn-Linie U5, die von Wien Mitte nach Hernals verlaufen soll, stehen umfangreiche Veränderungen im neunten Wiener Bezirk bevor. Die Grünen haben jüngst ihre Pläne für eine umweltbewusste Umgestaltung des Bereichs rund um den Arne-Karlsson-Park präsentiert.

Baustart und zukünftige Stationen

Der Start für den zweiten Bauabschnitt der U5 ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant. Ein zentrales Element hierbei ist die künftige Station Arne-Karlsson-Park, die als bedeutender Umsteigeknoten für sieben Straßenbahnlinien fungieren soll. Die Grünen verfolgen laut einer in Auftrag gegebenen Studie der Technischen Universität Wien das Ziel, den Individualverkehr zu reduzieren. Während Radwege und Grünflächen ausgebaut werden sollen.

Verkehrsführung und Umweltmaßnahmen

Während der Bauarbeiten wird die Währinger Straße voraussichtlich nur einspurig befahrbar sein. Die Bezirksvertreterin-Stellvertreterin am Alsergrund, Josefa Molitor-Ruckenbauer, äußert die Absicht, dies auch nach Fertigstellung der U-Bahn beizubehalten. „Die U-Bahn-Baustelle ist eine Chance für die Zukunft des Bezirks – für ein lebenswertes, grünes Zentrum – mit mehr Grün und mehr Platz für die Menschen statt der bisherigen Verkehrshölle.“, erklärte sie.

Arne-Karlsson-Park

In den Plänen für die Umgestaltung ist auch eine mögliche Versetzung des U-Bahn-Stationsgebäudes vorgesehen. Diese Maßnahme könnte es ermöglichen, bestehende Bäume im Arne-Karlsson-Park zu erhalten, die andernfalls für den Bau weichen müssten. Zusätzlich wird die Erweiterung des Parks in Richtung Spitalgasse erwogen.

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Ein weiterer wichtiger Punkt der Planung betrifft die Umgestaltung der Verkehrssituation. Die Pläne sollen den Platz für Radfahrer auf der Währinger Straße erweitern. Die Liechtensteinstraße könnte nach dem Modell der Neubaugasse umgestaltet werden, was den Bus- und Radverkehr in beide Richtungen erlaubt, während Autos nur einspurig fahren können. Kilian Stark, Planungssprecher der Grünen, betont: „Vor 50 Jahren wurde die Chance des U-Bahn-Baus für Wiens erste Fußgängerzone, die Kärntner Straße, genutzt. Und wem geben wir heute den Platz zurück? Dem Autoverkehr oder den Menschen? Wir wollen die Chance für 150 neue Bäume, Entsiegelung und Radwege nutzen. Weiter wie bisher wäre ein Schritt in die Vergangenheit, statt in das Wien von morgen.“

Quelle: Die Grünen