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Weniger Parkplätze, mehr Fahrradwege: Wien baut Radwege weiter aus (Karte)

(FOTO: Mobilitätsagentur Wien/ZOOMVP)
(FOTO: Mobilitätsagentur Wien/ZOOMVP)


Wien verliert durch die Einführung neuer Radachsen erneut zahlreiche Parkplätze. Die Stadt setzt verstärkt auf nachhaltige Verkehrsmittel und verändert damit das urbane Mobilitätsbild grundlegend.

Die Stadt Wien beschließt die Erweiterung der Radweg-Offensive, was nicht überall auf Zustimmung trifft. Die neuen Radwege, die auch Grünflächen und Bäume beinhalten, sollen den öffentlichen Raum verbessern. Doch viele Bürger kritisieren den Verlust zahlreicher Parkplätze. Hier sind die geplanten Projekte im Detail:

Dominikanerbastei

Die Dominikanerbastei im 1. Bezirk wird zur begrünten Fahrradstraße umgestaltet. Insgesamt 21 Bäume und ein Hochstammstrauch sollen hier Schatten spenden. Das Projekt soll rund 330 Quadratmeter Grünfläche und neue Sitzgelegenheiten hervorbringen.

Getreidemarkt

Am Getreidemarkt im 1. Bezirk baut die Hauptstadt einen neuen Ein-Richtungs-Radweg. Bisher mussten Radfahrer auf der Fahrbahn fahren oder Umwege in Kauf nehmen. Der neue Radweg soll eine neue Verbindung schaffen. Doch der Platz für den neuen Radweg geht zulasten der Fahrbahn, was zu weiteren Staus führen könnte.

Rechte Wienzeile

Auch auf der Rechten Wienzeile wird ein baulich getrennter Ein-Richtungs-Radweg errichtet. Diese Maßnahme soll die Sicherheit für Radfahrer erhöhen. Die Umgestaltung betrifft die vielbefahrene Strecke zwischen Getreidemarkt und Operngasse.

(FOTO: Mobilitätsagentur Wien)
(FOTO: Mobilitätsagentur Wien)

Landgutgasse

Im 10. Bezirk, in der Landgutgasse, wird der Ausbau der Radinfrastruktur fortgesetzt. Neue Radwege entstehen auf einer Länge von 380 Metern. Gleichzeitig legt die Offensive 21 Grünflächen an.

Rinnböckstraße

Eine neue Radachse entsteht auf der Rinnböckstraße im 11. Bezirk. Hier wird ein Zwei-Richtungs-Radweg gebaut. Von Rennweg bis Schneidergasse entsteht eine baulich getrennte Radverbindung. Die Umgestaltung verbessert die Anbindung an den 3. Bezirk. Ob dies den Verkehr in Simmering entlastet, bleibt abzuwarten.

Deutschordenstraße

In Penzing wird ein Zwei-Richtungs-Radweg entlang der Deutschordenstraße gebaut. Dies soll den Bildungscampus „Anna und Alfred Wödl“ besser an das Radwegnetz anschließen. Zehn neue Bäume werden gepflanzt.

Die Erweiterung der Radwege in Wien bringt zweifellos Vorteile für Radfahrer und die Umwelt. Doch der Verlust zahlreicher Parkplätze und die mögliche Beeinträchtigung des Verkehrsflusses rufen auch viel Kritik hervor. Ob die Maßnahmen letztendlich die Lebensqualität der Wiener verbessern oder zu neuen Problemen führen, wird die Zeit zeigen.

Quelle: Presse Service Wien