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Unruhen

Unruhen in der SPÖ: Steht Babler vor dem Aus?

Unruhen in der SPÖ: Steht Babler vor dem Aus?
(FOTO: SPÖ Presse/flickr/David Visnjic)
2 Min. Lesezeit |

Innerhalb der sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) brodelt es. Trotz der einstigen Konsolidierungsbemühungen durch die Wahl von Andreas Babler zum Parteivorsitzenden im letzten Jahr, zeigen aktuelle Umfragewerte, dass interne Unsicherheiten bezüglich seiner Eignung für diese Rolle wieder aufflammen.

Einem Bericht der „Krone“ zufolge, planen einige hochrangige Parteimitglieder, nach der bevorstehenden Nationalratswahl, radikale Maßnahmen, um Babler von seiner Position zu entfernen oder sogar zu einem Rücktritt zu drängen. Laut den Statuten könnte eine direkte Wahl des Parteichefs erzwungen werden, sofern zehn Prozent der Mitglieder dies fordern, eine Option, die jedoch derzeit als unwahrscheinlich gilt

Die Planung hinter den Kulissen

In den Rängen der SPÖ mehren sich die Stimmen, die sich für eine Neubesetzung der Parteispitze aussprechen – jedoch erst nach der Wahl, um die Einheit vor den Wahlen nicht zu gefährden. Besonders Peter Hanke, Wiens amtierender Wirtschaftsstadtrat, wird als möglicher Nachfolger gehandelt. Hanke selbst zeigt sich solidarisch mit Babler und signalisiert Unterstützung für dessen Führung. Die Wiener Landesgruppe stellt sich ebenso hinter den Bundesparteivorsitzenden und pocht auf Geschlossenheit und Fokussierung auf die bevorstehende Wahl.

Die Kontroversen um die Parteiführung

Die Gerüchte um eine mögliche Entmachtung Bablers nach der Nationalratswahl riefen gemischte Reaktionen hervor. Die spezielle Beziehung zwischen Peter Hanke und dem Bundeskanzler Karl Nehammer von der ÖVP nährt Spekulationen, dass unter Hankes Führung eine Koalition mit der ÖVP wahrscheinlicher sein könnte. Andere mögliche Kandidaten für Bablers Nachfolge, sollte es so weit kommen, sind Josef Muchitsch, ein einflussreicher Gewerkschafter, sowie Wolfgang Katzian, der Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), die beide als moderatere und der politischen Mitte näher stehende Figuren gelten.

Ungeachtet der aktuellen Diskussionen und Planungen scheint Babler selbst fest im Sattel zu sitzen – zumindest bis die Nationalratswahl über die Bühne gegangen ist. Die Spekulationen um seine Zukunft und die Richtung der SPÖ zeigen jedoch, dass innerhalb der Partei nach wie vor ein Ringen um die beste Strategie und Führung existiert.