Aus einem internen Dokument des Lufthansa-Konzerns gehen besorgniserregende Informationen hervor: Die Klimaaktivistengruppe Letzte Generation könnte demnächst ihre Protestaktionen in die Flugzeuge der Austrian Airlines (AUA) verlegen.
Anders als bisherige Aktionen, die sich auf Flughafenbereiche beschränkten, könnten die Aktivisten nun mit regulären Flugtickets an Bord gelangen, um dort den Betrieb zu stören – eine Entwicklung, die insbesondere in der stark frequentierten Sommerreisezeit erhebliche Auswirkungen haben könnte.

Erhöhtes Risiko in der Luft
Das Sicherheitspapier deutet auf eine potenziell gefährliche Erweiterung der Taktiken der Klimakleber hin. Das Übergreifen ihrer Protestaktionen in den Innenbereich von Flugzeugen könnte unvorhergesehene Sicherheitsrisiken heraufbeschwören. Die Vorstellung, dass während eines Flugs bewusst Störaktionen herbeigeführt werden, verunsichert sowohl Passagiere als auch Fluggesellschaften erheblich.
Reaktionen und Konsequenzen
Auf Nachfrage reagierte eine Sprecherin der AUA zurückhaltend, betonte jedoch die hohe Gefahr, die von solchen Aktionen ausgeht, insbesondere wenn sie die Sicherheit an Bord gefährden. Bislang hatte sich die Letzte Generation auf Flughäfen und Rollfelder konzentriert, wobei ein Aktivist kürzlich am Flughafen Wien-Schwechat festgenommen wurde, bevor er an Bord gehen konnte.
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Rechtliche Rahmenbedingungen
Das österreichische Strafgesetzbuch sieht für solche Störaktionen empfindliche Strafen vor. Je nach Schwere des Vorfalls können Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren verhängt werden, bei Schädigung von Personen sogar bis zu 20 Jahre. Zudem müssen die Verursacher mit hohen Schadenersatzforderungen rechnen. So plant die Lufthansa, den Aktivisten der Letzten Generation für die Lähmung des Flugbetriebs in Frankfurt Ende Juli mehr als eine Million Euro in Rechnung zu stellen.