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Vatikan verbietet weiterhin aktive Sterbehilfe

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(FOTO: iStock)

Der Vatikan bekräftigt weiterhin das Verbot der aktiven Sterbehilfe und sieht diese eher als Zeichen der „Wegwerfkultur“.

Am Dienstag veröffentliche die Glaubenskongregation ein Papier mit dem Titel „Samaritanus bonus“ (Der gute Samariter) in dem die katholische Kirche der Sterbehilfe vorwirft ethische und rechtliche Grenzen der Selbstbestimmung zu überschreiten.

In 23 Seiten, die von Glaubenspräfekt Kardinal Luis Ladaria Ferrer und Sekretär Erzbischof Giacomo Morandi unterzeichnet wurden, wird betont, dass die Würde den Menschenlebens nicht ablegbar ist und das auch in „extremen Phasen des Leidens und Todes“.

Dabei könnten Schmerz und Tod nicht die letzten Kriterien sein, nach denen diese bemessen wird. Der Mensch drohe im Verhältnis zwischen Arzt und Patient auf technische und vertragliche Aspekte reduziert zu werden. Besonders groß sei die Gefahr in Ländern, in denen die Beihilfe oder sogar bezahlte Hilfe zum Selbstmord sowie Tötung auf Verlangen legalisiert wird.

Das Verlangen von Schwerkranken nach dem Sterben, sei ein Ruf nach Hilfe und Liebe, weshalb der Beistand immer aus Zuneigung bestehen müsste. Der Todeswunsch sei ein nicht behandelter Schmerz und Mangel an „menschlicher und christlicher Hoffnung“. Helfen soll da eine ausreichende psychologische und spirituelle Betreuung.

Dagegen sei es laut katholischer Kirche erlaubt, Maßnahmen abzulehnen die nur eine kurze und schmerzhafte Lebensverlängerung erzielen. Deshalb könnten Patienten auf gewisse Therapien verzichten.