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Wäsche draußen trocknen: Diesen Fehler machen viele

Wäsche draußen trocknen: Diesen Fehler machen viele
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3 Min. Lesezeit |

Sonnenstrahlen als Helfer und Feind beim Wäschetrocknen: Was viele nicht wissen, kann bunte Kleidung ruinieren, während es weiße Textilien strahlend reinigt.

Wer im Sommer Zugang zu einem Balkon, Garten oder Innenhof hat, sollte diese Möglichkeit zum Wäschetrocknen nutzen. Das schont nicht nur die Umwelt durch den Verzicht auf energieintensive Trockner, sondern bietet auch praktische Vorteile: Die Kleidung trocknet schneller und nimmt keinen Platz in der Wohnung ein.

Die finanziellen Vorteile des natürlichen Trocknens sind beachtlich: Ein Vier-Personen-Haushalt kann durch das Trocknen im Freien bis zu 180 Euro jährlich an Stromkosten sparen, wenn etwa die Hälfte der Waschgänge auf diese Weise getrocknet wird. Im Gegensatz zum Wäschetrockner verbraucht die natürliche Methode keine zusätzlichen Ressourcen und verleiht den Textilien zudem einen frischen Duft.

Ein weiterer Vorteil des Trocknens im Freien betrifft das Raumklima. Feuchte Wäsche gibt kontinuierlich Wasser an die Umgebung ab. In geschlossenen Räumen erhöht dies die Luftfeuchtigkeit erheblich und kann langfristig Schimmelbildung begünstigen.

Bei aller Begeisterung für das natürliche Trocknen gibt es jedoch einen wichtigen Hinweis zu beachten: Nasse Textilien sollten nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Obwohl die Wäsche in der Sonne besonders schnell trocknet, löst die UV-Strahlung auf feuchten Stoffen eine chemische Reaktion aus. Dabei entsteht Wasserstoffperoxid, das wie ein Bleichmittel wirkt und intensive Farben ausbleichen lässt. Die Folge sind oft unschöne Streifen oder Flecken auf der Kleidung.

Personen mit Pollenallergien sollten ihre Wäsche grundsätzlich in Innenräumen trocknen. Draußen können sich Pollen an den feuchten Textilien festsetzen und später in die Wohnung gelangen.

Trocknen in Innenräumen

Wer keine Möglichkeit hat, Wäsche im Freien zu trocknen, sollte beim Trocknen in der Wohnung einige Regeln beachten: Der Keller eignet sich trotz vermeintlicher Platzvorteile nicht als Trockenplatz, da dort die Luftfeuchtigkeit im Sommer ohnehin erhöht ist und die Schimmelgefahr durch zusätzliche Feuchtigkeit steigt. Fensterlose Räume sind ebenfalls ungeeignet, da die Feuchtigkeit nicht entweichen kann.

Vor dem Aufhängen sollte die Wäsche gründlich geschleudert werden, um die Restfeuchtigkeit zu minimieren. Regelmäßiges Lüften ist beim Trocknen in Innenräumen besonders wichtig.

Sonnenlicht als Helfer

Bei weißen Textilien kann Sonnenlicht hingegen gezielt als natürliches Reinigungsmittel eingesetzt werden. Hartnäckige Flecken wie Öl-, Tomaten-, Gras-, Erdbeer- oder Kurkumaflecken lassen sich oft durch Sonneneinstrahlung entfernen, wenn herkömmliche Waschmittel versagen. Dazu sollte der betroffene Bereich unmittelbar nach der Entstehung befeuchtet und vollständig der Sonne ausgesetzt werden.

Um ungleichmäßiges Ausbleichen zu vermeiden, ist es wichtig, dass das gesamte Kleidungsstück gleichmäßig besonnt wird. Diese Methode funktioniert allerdings nur bei weißen Stoffen aus Baumwolle oder Leinen. Auch vergilbte Stellen auf Pölstern können durch Sonnenlicht wieder aufgehellt werden.

Für farbige Wäsche empfiehlt sich ein schattiger, geschützter Platz zum Trocknen. Das Wenden der Kleidung auf links schützt zusätzlich vor Ausbleichen.

Außerdem sollte die Wäsche nicht länger als nötig im Freien hängen und unmittelbar nach dem Trocknen abgenommen werden.

Vorteile für Umwelt und Hygiene

Neben den ökonomischen Aspekten bietet das Trocknen im Freien auch hygienische Vorteile: UV-Strahlung und Luftbewegung reduzieren die Keimbelastung auf der Wäsche nachweislich effektiver als viele maschinelle Trocknungsmethoden. Dies sorgt nicht nur für frischere, sondern auch für hygienisch sauberere Wäsche – ein weiterer Grund, wann immer möglich auf die natürliche Trocknung zurückzugreifen.