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POLIZEIEINSATZ

Wegen Platzmangel: Vierjährige aus Kindergarten geworfen

Wegen Platzmangel: Vierjährige aus Kindergarten geworfen
FOTO: iStock/lithiumcloud/Spitzt-Foto
3 Min. Lesezeit |

Ein Kindergartenplatz-Streit in Markt Neuhodis eskaliert: Eine Vierjährige wird ausgeschlossen, die Eltern vermuten politische Motive. Der Bürgermeister weist Vorwürfe zurück.

In der kleinen burgenländischen Gemeinde Markt Neuhodis sorgt ein Streit um einen Kindergartenplatz für Aufsehen. Eine vierjährige Bewohnerin, die zuvor die Kinderkrippe der Einrichtung besucht hatte, wurde vom Kindergarten ausgeschlossen. Der Grund: Die Gemeinde muss sicherstellen, dass Kinder aus dem nahegelegenen Rechnitz bevorzugt aufgenommen werden, was aufgrund von Platzmangel nicht mehr möglich ist, wie die „Krone“ berichtet.

Polizeieinsatz

Die betroffene Familie aus Markt Neuhodis sieht sich nun mit der Tatsache konfrontiert, dass sie keinen Anspruch auf einen Kindergartenplatz in Rechnitz hat. Sie kritisiert, dass auch andere Kinder aus Markt Neuhodis die Einrichtung besuchen dürfen, jedoch ihre Tochter als einzige ausgeschlossen wurde. Ein Gespräch im Kindergarten eskalierte, was in einem Hausverbot durch den Bürgermeister gipfelte, bei dem auch Polizei und Landesbedienstete anwesend waren.

Zunächst wurde den Eltern untersagt, ihre Tochter selbst abzuholen. Stattdessen sollte der Bürgermeister zusammen mit einem Polizisten das Kind herausbringen. Nach einer Weigerung der Eltern durften sie schließlich doch ihre Tochter selbst abholen. Das Mädchen bleibt nun zu Hause und lehnt andere Betreuungseinrichtungen ab, da ihre Freunde in Rechnitz sind.

Politische Hintergründe?

Die Familie vermutet politische Hintergründe für den Ausschluss, da die Mutter bei der Landtagswahl für die Liste Hausverstand kandidierte. Auffällig sei, dass das Kündigungsschreiben kurz nach dem Aufstellen der Wahlplakate eintraf. Der Bürgermeister weist diese Anschuldigungen zurück und betont, erst zwei Tage vor der Wahl von der Kandidatur erfahren zu haben.

Die Gemeinde argumentiert, dass der Platz dringend für ein Kind aus Rechnitz benötigt wurde. Man habe der Familie mitgeteilt, dass die Aufnahme des Kindes nur eine Ausnahme darstellte, da zu jener Zeit genügend Plätze vorhanden waren. Aufgrund der finanziellen Situation sei die Eröffnung einer weiteren Gruppe nicht möglich. Andere Kinder, die nicht aus Rechnitz stammen, hätten zumindest familiäre Verbindungen zum Ort. Die Vierjährige war nur kurzzeitig in Rechnitz gemeldet, was der Bürgermeister als Versuch wertet, den Kindergartenplatz zu sichern.

Die Betreuungseinrichtung wurde erst im Vorjahr von der Gemeinde übernommen. Der Bürgermeister räumt ein, dass das Gespräch mit den Eltern emotional verlief, und betont, dass er der Mutter nicht verboten habe, ihr Kind abzuholen. Obwohl es möglich wäre, einen Platz im Kindergarten von Markt Neuhodis zu bekommen, zieht die Familie dies nicht in Betracht und denkt stattdessen über rechtliche Schritte nach.

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Obwohl es möglich wäre, einen Platz im Kindergarten von Markt Neuhodis zu bekommen, zieht die Familie dies nicht in Betracht und denkt stattdessen über rechtliche Schritte nach.

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KO KOSMO-Redaktion
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