Mit Süßigkeiten und erfundenen Notfällen versucht ein Unbekannter in St. Pölten, Kinder in sein Auto zu locken. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren.
Ein Verdächtiger steht im Fokus der Ermittlungen der St. Pöltner Polizei, nachdem mehrere Kinder vor dem Mary Ward-Schulcampus von einem Mann angesprochen wurden. Der glatzköpfige Unbekannte versuchte, die Schüler mit Süßigkeiten anzulocken oder behauptete, ihre Mutter sei verletzt, um sie in sein Fahrzeug zu bekommen. Ein Erwachsener konnte einen der Vorfälle aus der Distanz beobachten.
Die betroffenen Kinder verhielten sich vorbildlich und setzten ihren Weg fort, obwohl einige den Vorfall erst mit zeitlicher Verzögerung ihren Eltern mitteilten. Zu den laufenden Ermittlungen hält sich die Polizei mit weiteren Informationen derzeit zurück.
Vorfall in Sieghartskirchen
In Sieghartskirchen (Bezirk Tulln) sorgte ein ähnlicher Vorfall für Beunruhigung. Dort wurde ein Schüler von zwei Personen in einem weißen Lieferwagen verfolgt. Die Volksschuldirektorin warnte daraufhin die Eltern in einem Schreiben und bat um erhöhte Aufmerksamkeit.
Der betroffene Schüler reagierte besonnen, indem er sein Mobiltelefon zückte und vorgab, die Polizei zu alarmieren. Dadurch gelang es ihm, sein Zuhause zu erreichen. Vom Fenster aus bemerkte er, dass die Männer kurz verweilten, bevor sie davonfuhren.
Polizeiliche Einschätzung
Die Exekutive betont, dass sie jeden Hinweis ernst nimmt, relativiert jedoch die Darstellung des Vorfalls in Sieghartskirchen. Nach polizeilichen Erkenntnissen trugen die Männer keine Masken und verließen auch nicht ihr Fahrzeug. Sie hätten dem Jungen lediglich signalisiert, näherzukommen.
Warum der Fahrer kurzzeitig vor dem Wohnhaus des Kindes wartete, bleibt bislang ungeklärt.
Diese Ereignisse verdeutlichen, wie wichtig Wachsamkeit und angemessene Reaktionen in potenziell gefährlichen Situationen sind.