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CORONA-MASSNAHMEN

Weitere Lockerungen: Kommt das Aus für die Maske im Handel?

(FOTOS: BKA/Hans Hofer, iStockphoto)

Wie Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in der letzten Pressekonferenz ankündigten, soll es ab 22. Juli weitere Lockerungen geben, sofern es die Corona-Situation erlaubt.

Vergangenen Donnerstag hatte die Bundesregierung in einer Pressekonferenz Erleichterungen bei der Maskenpflicht angekündigt (KOSMO berichtete): Ab 1. Juli wird überall, wo die 3G-Regeln gelten – also geimpft, getestet, genesen – die Maskenpflicht fallen, auch indoor. Für die Öffis und Geschäfte des täglichen Bedarfs soll bereits ab dem 22. Juli nur mehr ein Mund-Nasen-Schutz verpflichtend sein. Die FFP2-Masken bracht man künftig nur mehr in Spitälern und Pflegeheimen. So weit die kommunizierten Neuerungen. Doch in einem Interview mit oe24.tv stellte Kanzler Kurz bereits ein Ende der Maskenpflicht in Handel und Öffis in Aussicht.

Maske-Tragen kein Dauerzustand
Wie Kanzler Kurz erklärte, soll der MNS noch mindestens bis 22. Juli – also einen Monat lang – im Handel und den öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend sein. Aber: Wenn sich die Situation weiterhin gut entwickle, werde es auch hier weitere Erleichterungen geben. „Wenn möglich, dann werden wir auch dort reduzieren“, so Kurz. Und weiter: „Die Maske soll kein Dauerzustand werden.“

Während Kurz also ein mögliches Masken-Aus ankündigte, war man im Gesundheitsministerium wenig erfreut über dessen Aussage: Es sei „definitiv zu früh“, um über weitere Lockerungen nach dem 22. Juli zu sprechen, so  eine Sprecherin von Gesundheitsminister Mückstein gegenüber dem KURIER.

Am späten Sonntagabend demonstrierten Kurz und Mückstein in einer gemeinsamen Stellungnahme gegenüber der APA hingegen Einigkeit: Weitere Lockerungen sind ab 22. Juli vorgesehen, sofern es die Situation erlaube, wie beide in einem Statement festhielten: „Das Tragen der Maske soll kein Dauerzustand werden. Wir werden Lockerungen bei der Maskenpflicht vornehmen, wenn es die gute Situation zulässt.“ Diese würden jedoch – wie bisher auch – schrittweise vorgenommen werden.

Derzeit liege die Inzidenz bei knapp über 10. „Wenn diese gute Entwicklung anhält und stabil bleibt, wollen wir auch bei der Maskenpflicht in Geschäften des täglichen Bedarfs und im Handel Lockerungen vornehmen.“ Man sei hier eng abgestimmt und werde die Entscheidung nach Bewertung der Lage gemeinsam bekanntgeben, betonten Kurz und Mückstein.

Kritik an Öffnungskurs
Unterdessen gibt es von mehreren Seiten harte Kritik zum Öffnungskurs der Bundesregierung. Man fürchte, dass man die Fehler des vergangenen Sommers wiederholen würde und so im Herbst die Zahlen wieder steigen würden. Kurz weißt diese Kritik jedoch entschieden zurück:

Die Pandemie finde in Wellen mit saisonalen Höhepunkten statt. Die steigenden Zahlen im Herbst hätten nichts mit dem Sozialverhalten der Menschen im Juli zu tun, so der Kanzler. Außerdem würde man mit Ende des Sommers vermutlich bereits zwei Drittel der Bevölkerung durchgeimpft haben. Dadurch sei Österreich „sehr gut vorbereitet für die nächste Welle“.

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