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SCHWANGERE AUSGENUTZT

Weitere Patientin erhebt Vorwürfe gegen „Sex“-Gynäkologen

(FOTO: iStockphoto)

Ein Wiener Frauenarzt soll der 47-jährigen Oxana M. häufigen Sex mit ihm „verschrieben“ haben. Bei mindestens einer weiteren Frau soll er ähnlich vorgegangen sein.

Ein bekannter Gynäkologe aus Wien soll seine Position ausgenutzt haben, um Patientinnen mit Kinderwunsch zu verführen. Wie eines seiner Opfer, die 47-jährigen Oxana M. aus Russland, gegenüber der „Heute“ erzählte, soll der Arzt ihr „sehr häufigen Sex – am besten gleich mit ihm selbst“ empfohlen haben. Die Patientin ließ sich leider auf den Arzt ein, um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Doch nach einem Jahr Sex-Beziehung gestand ihr der Frauenarzt, dass er zeugungsunfähig sei. Nachdem Oxana M. auf Anraten des Mediziners von einem anderen schwanger wurde, ließ er sie fallen. Nun machte Oxana M. ihre unfassbare Geschichte öffentlich und eine weitere Patientin des Frauenarztes meldete sich bei der „Heute“ mit Vorwürfen.

Nachdem Oxana M. so detailreich ihre Geschichte in der „Heute“ geschildert hatte, meldete sich noch eine weitere Frau, die Patientin des Gynäkologen gewesen sein soll mit ähnlichen Vorwürfen. Die Frau, die anonym bleiben möchte, soll seit 2019 mit demselben Gynäkologen in Kontakt gestanden sein. Auch sie soll den renommierten Mediziner in seiner Privatordination kennengelernt haben. Und auch mit ihr soll der Frauenarzt eine sexuelle Beziehung geführt haben.

Nun möchte auch diese Betroffene, wie bereits Oxana, vor Gericht ziehen, um den Gynäkologen zur Rechenschaft zu ziehen. Denn der betreffende Kinderwunsch-Spezialist soll ein Doppelleben als Liebhaber von Patientinnen geführt, dabei Alkoholismus und Tablettensucht im Arzt-Alltag vertuscht haben, so die Betroffene. Besonders skurril: Der Arzt ist derjenige, der aktuell Oxana auf 93.000 Euro vor Gericht klagt, weil diese ihn „getäuscht“ haben soll.

Mediziner verfolgte „perfiden Plan“
Inzwischen sind Arzt und Patientin zerstritten. Der Mediziner klagt die Frau auf 93.000 Euro, die er an seine „Zweitfamilie“ gezahlt haben will. Sein Argument: Er habe immer geglaubt, der echte Vater des Kindes zu sein und fühle sich jetzt getäuscht.

„Wir werden zeigen, dass nur Oxana M. getäuscht wurde“, erklärt ihre Anwältin Susanne Kurtev. „Der Mann scheint einen perfiden Plan verfolgt, seine Position als Arzt und meine Mandantin ausgenutzt zu haben.“ Laut Oxana M. soll sich der Frauenarzt für eine Art „Sex-Gott“ gehalten haben. Außerdem soll er ihr hunderte Nacktbilder gesendet und sich als „The Father of the Family“ bezeichnet haben.

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