Westbalkan-Gipfel: Diskussionen über EU-Beitritte in Sarajevo

EU-INTEGRATION

Westbalkan-Gipfel: Diskussionen über EU-Beitritte in Sarajevo

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Westbalkan-Gipfel
(FOTO: SlobodnaBosna)

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An den Besprechungen im Rahmen des Westbalkan-Gipfels, der am 16.3.2017 in Sarajevo stattfindet, nehmen auch der EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen, Johannes Hahn, und Vertreter der italienischen Regierung teil.

Der Vorsitzende des heurigen Westbalkan-Gipfels ist Denis Zvizdić, Vorsitzender des Ministerrats von Bosnien und Herzegowina.

Die Annäherung der Balkanländer an die Europäische Union, regionale Projekte bezüglich Transport, Energieinfrastruktur sowie Jugend- und Ausbildungsangelegenheiten stellen die Hauptthemen des Gipfels dar. Bis jetzt bestätigten die Premierminister Serbiens, Montenegros, Mazedoniens und des Kosovo ihre Teilnahme am Zusammentreffen.

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Der serbische Premier, Aleksandar Vučić, sagte über den bevorstehenden Gipfel, dass er hoffe, dass am wieder die Themen besprochen werden, die im gemeinsamen Interesse aller Westbalkanländer liegen. Seiner Meinung nach, sind das vor allem der Erbau von Brücken, Auto-Bahnen, Gleisen und die Zollunion.

„Wenn wir zu einer Vereinbarung bezüglich der Zollunion kommen, dann wird dies uns allen helfen, denn der Handel, Personen- und Warenverkehr, sowie Dienstleistungen werden viel effizienter und einfacher sein und keiner wird mehr auf die Idee kommen, irgendwelche politisches Abenteuer – um es abgeschwächt zu formulieren – zu unternehmen“, so der Premierminister Serbiens.

Außerdem betonte er, dass er „harte Worte“ sowohl in Kosovo, Skopje, Podgorica und Priština als auch in Sarajevo immer vermeide, da Serbien mit seinen Nachbarn friedlich zusammenleben und -arbeiten möchte. Zudem sei es äußerst wichtig, möglichst beste Resultate für die ganze Region zu erzielen.

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