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Entlastung

Wien Energie kündigt Preissenkungen für Fernwärme an

(FOTO: iStock/Mirrorimage-NL)
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Nach dem Preisanstieg auf Fernwärme reagiert Wien Energie und senkt die Preise für die Heizsaison. Rabatte stehen im Fokus, ohne die Preisobergrenze anzugreifen, um auf zukünftige Schocks reagieren zu können. Rund 440.000 Haushalte sollen davon profitieren.

Der Wärmesektor macht 47 Prozent des heimischen Energieverbrauchs aus, hauptsächlich aus fossilen Quellen. Der politische Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen ist zu zögerlich, trotz des kürzlich beschlossenen Kompromisses zum Erneuerbaren Wärme-Gesetz.

Die Jahresabrechnung bringt einen Grundpreis-Rabatt von 20 Prozent, Teil des 340-Millionen-Euro „Energiehilfepakets“. Wien Energie plant weitere Senkungen für die nächste Heizperiode und betont die Abhängigkeit vom globalen Energiemarkt.

Fernwärme-Rabatte

Für 2023/24 sind Fernwärme-Rabatte von 86 Millionen Euro geplant, Grund- und Arbeitspreis werden um 20 Prozent gesenkt. Allerdings erhalten nur Preisbescheidskunden diese Rabatte. Trotzdem wird der Fernwärmepreis um knapp 25 Prozent über dem Preis von vor zwei Jahren liegen.

Teilbeträge

Entlastungen von 120 Millionen Euro stehen zur Debatte, bereits in den neuen Teilbeträgen berücksichtigt. Wien Energie erzielte letztes Jahr einen Gewinn von 386 Millionen Euro, plant jedoch klimaneutrale Fernwärme bis 2040, verstärkt durch Großwärmepumpen und Geothermie.

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Die leistungsstärkste Großwärmepumpe Europas soll noch dieses Jahr in Betrieb gehen und bis 2040 sollen erneuerbare Energien den Großteil der Fernwärme liefern, auch dank Tiefengeothermie und der Nutzung von Abwärme aus Kläranlagen.