Rote Zahlen zum Jahresstart: Wienerberger kämpft mit Millionenverlusten – hält aber trotzdem an seinen Zielen für 2026 fest.
Wienerberger, der weltgrößte Ziegelhersteller und börsennotierte Baustoffkonzern, ist mit einem Verlust von 30 Millionen Euro ins Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von fünf Millionen Euro ausgewiesen, wie Wienerberger am Mittwoch bekannt gab.
Der Umsatz ging um sieben Prozent auf 1,03 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) rutschte auf minus zwei Millionen Euro ab – nach einem positiven Wert von 40 Millionen Euro im Vergleichszeitraum. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich laut Konzernangaben um 29 Prozent von 129 auf 92 Millionen Euro.
Schwacher Jahresauftakt
Als wesentliche Ursachen für den schwachen Jahresauftakt verwies Wienerberger auf ungünstige Witterungsverhältnisse zu Beginn des Jahres sowie auf die nach wie vor gedämpfte Nachfrage im Wohnungsbau. Das erste Quartal gilt im Bauzuliefergeschäft erfahrungsgemäß als saisonal schwache Phase.
Nachdem die Monate Jänner und Februar wetterbedingt enttäuschend verlaufen waren, habe sich die Nachfrage im März allerdings spürbar erholt, teilte das Unternehmen mit. Die weltweite Belegschaft sank leicht von 20.348 auf 20.220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Das Eigenkapital ging von 2,80 auf 2,79 Milliarden Euro zurück, während die Nettoverschuldung um rund 20 Prozent von 1,64 auf 1,98 Milliarden Euro anstieg. Der Verschuldungsgrad, das sogenannte Gearing, erhöhte sich in der Folge von 58 auf 70 Prozent.
Prognose & Risiken
Ungeachtet des verhaltenen Jahresstarts hält Wienerberger an seiner Prognose für 2026 fest und rechnet weiterhin mit einem operativen EBITDA von rund 810 Millionen Euro. Das Management wies jedoch auf Risiken hin, die vom Nahost-Konflikt ausgehen könnten – darunter steigende Energie- und Transportkosten sowie mögliche Störungen in den Lieferketten.
Die Planbarkeit für den weiteren Jahresverlauf bleibe vor diesem Hintergrund eingeschränkt.