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UMFRAGEN-AFFÄRE

WKStA nimmt frühere ÖVP-Ministern Sophie Karmasin fest

Sophie Karmasin, Bundesministerin für Familien und Jugend, beim Pressefoyer nach dem Ministerrat am 11. Februar 2014. (FOTO: BKA/Regina Aigner)

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) soll die Festnahme der früheren ÖVP-Familienministerin Sophie Karmasin angeordnet haben.

Wie die Tageszeitung „Der Standard“ am Donnerstagvormittag berichtet, soll die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gestern „dem Vernehmen nach“ Sophie Karmasin, die ehemalige ÖVP-Familienministerin, festgenommen haben. Karmasin wurde 2013 von der ÖVP in die Regierung geholt und spielt offenbar eine zentrale Rolle in der Inseraten- und Umfragenaffäre, die zum Rücktritt von Sebastian Kurz als Bundeskanzler geführt hat.

Bei der Einvernahme durch die WKStA soll die ehemalige Assistentin von Karmasin, Sabine Beinschab, ihre frühere Chefin schwer belastet haben. Laut Beinschab soll Karmasin ihr Aufträge von Finanzministerium und der Tageszeitung „Österreich“ vermittelt haben, die nun von der WKStA geprüft werden.

Außerdem soll Karmasin als Ministerin Provision für vermittelte Aufträge aus anderen Ministerien verlangt haben. Weiters soll die frühere Familienministerin schon mit der SPÖ und der Tageszeitung „Heute“ Umfragenmanipulation durchgeführt haben, was andere Beteiligte jedoch bestreiten.

Die genauen Gründe für Karmasins angebliche Festnahme seien derzeit nicht bekannt, schreibt der „Standard“. Die WKStA habe lediglich „eine Festnahme“ im Ermittlungskomplex bestätigt.

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