Start News Panorama Wut-Posting: Cousine des Innenministers Kickl rechnet auf Facebook mit ihm ab
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Wut-Posting: Cousine des Innenministers Kickl rechnet auf Facebook mit ihm ab

(Foto: Parlamentsdirektion/Bildagentur Zolles KG/ Mike Ranz)

Der künftige Innenminister Herbert Kickl sorgt in der eigenen Familie für Spaltungen. Seine Cousine hat ein Posting über Kickl veröffentlicht und ihre Meinung kundgetan. 

Seit Montag hat Österreich eine neue Regierung. Der Innenminister ist ebenso fixiert. Künftig soll der bisherige FPÖ-Generalsekräter Kickl das neue Amt übernehmen. Bereits an seinem ersten Tag sorgte seine Cousine für Aufregung. Die Autorin Daniela Kickl kritisierte Herbert Kickl in einem öffentlichen Posting auf Facebook. Der Beitrag wurde über 9.400 mit „Gefällt mir“ angeklickt und über 3.600 Mal geteilt.

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Nach rund zwei Monaten seit den Nationalratswahlen hat Österreich eine neue Regierung. Am Montagvormittag wird die bisher dritte ÖVP-FPÖ-Koalition angelobt.

 

Dass Daniela Kickl und ihr Cousin verschiedene Ansichten haben, insbesondere, wenn es um Politik geht, wird in ihrem Schreiben deutlich.

„Gut, dass Ihr immer für alles Ungemach die Ausländer verantwortlich macht, dass wissen eh alle. Völlig zurecht freilich, sackeln uns diese Gfrastsackln doch förmlich aus. Und die paar ausländischen Krankenschwestern und Busfahrer, Pflegerinnen und Ärzte, Putzfrauen und Automechaniker – auf die können ma eh eigentlich auch noch verzichten.“

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Wie man am Tag der Angelobung sehen konnte, sind nicht alle Bürger Österreichs mit der neuen Regierung d’accord. Ähnlich Gegenstimmen waren auch vonseiten der EU, der UNO und der Weltpresse zu hören.

 

Des Weiteren kritisert sie, „dass Ihr FPÖ-ler Euch immer als Partei des „kleinen Mannes“ verkauft habt. Irgendwie finde ich dazu aber jetzt so rein gar nix im aktuellen Regierungsprogramm.“ Und fragt ihren Cousin dann konkret: „Wie genau profitiert der kleine Mann von der Kürzung des Arbeitslosengeldes, wenn er sich für längere Zeit keine Arbeit gefunden hat?“ Um dann sarkastisch hinzuzufügen: „Aber vielleicht tu ich Euch ja auch Unrecht und das alles ist auf Bastis Mist gewachsen und Ihr könnt faktisch gar nix dafür. Ihr habt halt notgedrungen mitgemacht.“

Die Autoren schreibt auch über die Zukunft der neuen Regierung: „Und wenn dann die Legislaturperiode bald wieder aus sein wird, dann werdet Ihr wieder auf die Ausländer zeigen und wieder sagen, dass es noch immer zu viele gibt, die “ in unseren Zelten herumliegen und uns auf den Taschen“. In der Hoffnung, dass der kleine Mann bis dahin vergessen haben wird, dass es ihm jetzt auch schlechter geht.“

Eine Reaktion seitens Herbert Kickl auf den kritischen Kommentar seiner Cousine gibt es keine.

https://www.facebook.com/DanielaKickl/posts/1027050967446391